Pfarrer Alfons Dinkelborg begeht sein Diamantenes Priesterjubiläum
60 Jahre im Dienst der Gemeinde

Münster-Angelmodde -

„Ich habe das seltene Glück, dass ich bei Lebzeiten höre, wie toll Sie gewesen sind“, gab der emeritierte Pfarrer Alfons Dinkelborg den Dank humorvoll zurück, den ihm die Gemeinde St. Bernhard entgegen brachte. Dinkelborg feierte am Sonntag das seltene Fest des Diamantenen Priesterjubiläums, was bedeutet, dass er vor 60 Jahren zum Priester geweiht worden war.

Sonntag, 19.03.2017, 00:03 Uhr

Zahlreiche Gemeindemitglieder kamen zum Empfang und gratulierten Alfons Dinkelborg, der am Sonntag sein Diamantenes Priesterjubiläum beging.
Zahlreiche Gemeindemitglieder kamen zum Empfang und gratulierten Alfons Dinkelborg, der am Sonntag sein Diamantenes Priesterjubiläum beging.

Die Feier fand an dem Sonntag statt, der gleichzeitig das Namensfest des heiligen Josefs ist, der den Pfarrer zeitlebens begleitete: Als Kaplan wirkte Dinkelborg in der Gemeinde St. Josef in Kamp-Lintfort und zwanzig Jahre als Pfarrer in St. Josef in Selm.

Bereits mit 26 Jahren wurde Alfons Dinkelborg, der in den Niederlanden aufwuchs, zum Priester geweiht. Schon als Theologiestudent entschloss er sich, im Bistum Münster tätig zu werden. Nach seiner seelsorgerischen Arbeit in Selm arbeitete er noch weitere neun Jahre in St. Andreas in Haltern am See/Hullern, bis er 1997 nach St. Bernhard kam.

Er sei gesundheitlich in keinem guten Zustand gewesen, als er in die Gemeinde kam, erinnerte sich Pfarrer Klaus Wirth . Aber die freundliche Aufnahme ließ Dinkelborg rasch heimisch werden. Er sei ein Mensch, der nicht aufgebe, der das tue, was notwendig sei, um für andere da zu sein.

Diese Einstellung Dinkelborgs zum Mitmenschen schlug sich auch in seiner seelsorgerischen Betreuung der Senioren im Kardinal-von-Galen-Stift nieder. Dort hielt er lange Zeit auch den sonntäglichen Gottesdienst ab.

Alfons Dinkelborg lebte stets nach seinem Leitbild im gläubigen Vertrauen auf den guten Hirten. Dies sei derjenige, „der durch die richtige Tür zu den Schafen“ gehe. Sechzig Jahre versuchte Dinkelborg im Leben stets die Frage zu beantworten: Für wen bin ich da? Von Energie und Kraft durch die Gemeinschaft getragen, konnte er im Wesentlichen stets das realisieren, was man „Dienst am Nächsten“ nennt.

An einer gemeinsamen Israelreise nahm der Jubilar teilweise im Rollstuhl teil. Auch heute bleibt Alfons Dinkelborg von eisernem Willen geprägt. So nimmt der 86-Jährige noch immer die einstündige Fahrt nach Kinderhaus in Kauf, um in Gemeinschaft mit den emeritierten Priestern zusammen zu sein.

Einen großen Dank sprach Jörg Hagemann auch an Klaus Wirth aus, der seit 34 Jahre in der Gemeinde wirkt. Die Gemeinde St. Bernhard würdigte den Jubilar Alfons Dinkelborg mit einem Gottesdienst mit anschließendem Empfang im Pfarrheim und einer nachmittäglichen Vesper.

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