Drei Aufgabenkreise gefunden
Gefunden, was gebraucht wird

Münster-Südost -

Caritasmitarbeiterin Manuela Willenborg ist als Sozialarbeiterin in St.Nikolaus Münster tätig und unterstützt die Ehrenamtlichen in ihrer Arbeit.

Donnerstag, 11.05.2017, 07:05 Uhr

Viel unterwegs, aber durch die Vermittlung von Sozialbüros und Pfarrbüros auch ansprechbar: Manuela Willenborg vor ihrem Ein-Zimmer-Klein-Büro im alten Pfarrhaus von St. Agatha.
Viel unterwegs, aber durch die Vermittlung von Sozialbüros und Pfarrbüros auch ansprechbar: Manuela Willenborg vor ihrem Ein-Zimmer-Klein-Büro im alten Pfarrhaus von St. Agatha. Foto: anh

Ihre Arbeitsfelder musste sie erst selbst ausfindig machen: Seit November 2016 ist Manuela Willenborg im Gebiet von St. Nikolaus Münster als Sozialarbeiterin tätig. „Finden Sie heraus, was gebraucht wird“, sei der Auftrag gewesen. Hintergrund ist, dass der Stadtverband Münster der Caritas seine Leistungen stärker in die Stadtteile bringen will, und das geschieht über Gemeinden wie St. Nikolaus. So entstand „eine ganz neue Stelle“.

Drei Kreise hat sie in vielen Gesprächen gefunden, in denen sie die Arbeit der Ehrenamtlichen ergänzen kann. Die allgemeine Sozialberatung knüpft an die Sozialbüros in Gremmendorf („Oase“) und Wolbeck an. Hier könne sie die „schweren Fälle“ übernehmen, etwa beim Erstellen von Anträgen.

Die „Oase“ habe allerdings auch „zwei Experten“. Hier wie in anderen Aufgabenkreisen könne sie aber auch die Ehrenamtlichen begleiten und unterstützen, denen ihre Erlebnisse häufig unter die Haut gehen: „Damit sie auch wieder schlafen können“. Die Arbeit der Sozialbüros sei übrigens „völlig konfessionsunabhängig“.

Die Flüchtlingshilfe konzentriert sich auf den Arbeitskreis Flüchtlingshilfe Münster-Südost. Dessen Aufgaben sind im Umbruch; ein Anliegen sei, „transparenter zu kommunizieren“ zwischen den Ehrenamtlichen, um die Potenziale zu nutzen. Auch Potenziale der Geflüchteten, etwa beim Dolmetschen. Und der Arbeitskreis will gern stärker „Gesicht zeigen“, präsent sein. Ein Weg dazu wird noch gesucht. Übrigens habe sie unter den Geflüchteten mehrere „coole Frauen“ getroffen, die eine gute Ausbildung hätten und Deutsch lernen „wollen und können“. Es sei „großartig, was in Wolbeck passiert“.

Ein dritter Kreis betrifft die „Kleiderkammer“. Die habe seit langem „eine ganz tolle, große Gruppe“ von Ehrenamtlichen. Ein Ziel sei aber, sie „noch attraktiver zu machen“ für die normale Bevölkerung.

Finanziert wird ihre Stelle über den Stadtverband Münster der Caritas, die Gemeinde Sankt Nikolaus-Münster und Spenden. Willenborg stammt aus Oldenburg und lebt 22 Jahre in Münster, davon elf in Angelmodde. Am Wohnort arbeiten? „Bislang hat es nur Vorteile“, sagt Willenborg, Mutter von drei Kindern.

Sie studierte im Zweitstudium an der Fachhochschule Münster Soziale Arbeit, eine Ausbildung, die sie noch ergänzte um Krisenhilfe und klientenzentrierte Beratung sowie Trauerbegleitung und systemische Beratung und derzeit Supervision. Das lasse sich mit der Arbeit vereinbaren, da die Ausbildung teils am Wochenende stattfinde.

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