Keine Wanderklasse an der Hauptschule
Flexible Lösungen mit Erfolg

Münster-Wolbeck -

„Unsere Räumlichkeiten sind ausgereizt, wir haben keinen Raum zu viel“, spricht Peter Wessels, Leiter der Wolbecker Hauptschule, ein Problem an, das derzeit die zuständigen Ämter der Stadt umtreibt. Denn unter Raummangel leiden die beiden anderen Schulformen des Schulzentrums, Realschule und Gymnasium, noch mehr.

Samstag, 13.05.2017, 09:05 Uhr

Unübersehbar: Kochen macht diesen vier Schülern der Wolbecker Hauptschule Spaß in der zwar nicht mehr ganz neuen, aber den Anforderungen durchaus entsprechenden Lehrküche.
Unübersehbar: Kochen macht diesen vier Schülern der Wolbecker Hauptschule Spaß in der zwar nicht mehr ganz neuen, aber den Anforderungen durchaus entsprechenden Lehrküche. Foto: na

„Unsere Räumlichkeiten sind ausgereizt, wir haben keinen Raum zu viel“, spricht Peter Wessels , Leiter der Wolbecker Hauptschule, ein Problem an, das derzeit die zuständigen Ämter der Stadt umtreibt. Denn unter Raummangel leiden noch mehr die beiden anderen Schulformen des Schulzentrums, Realschule und Gymnasium. Eine Machbarkeitsstudie ist derzeit bei der Verwaltung in Arbeit, wie der Raummangel behoben werden kann. Erste Linderung sollen vier Fertigbauklassen bringen, die in den Sommerferien aufgestellt werden sollen.

Für Wessels galt es ganz besondere akute Probleme zu lösen, nicht zweizügig, wie die anderen Jahrgänge, sondern sogar dreizügig ist die achte Klasse. Integration und Inklusion hätten zu einem erhöhten Raumbedarf, der in dem Umfang nicht vorhersehbar gewesen sei. Dazu käme noch die hohe Zahl an Differenzierungsgruppen. Diese Gruppen nach Pausenende von der Pausenhalle in die vorgesehenen Räume zu bringen, erfordere schon ein wenig Organisationstalent. „Die Schüler werden von den Lehrern abgeholt, und das funktioniert sehr gut“, so Wessels.

„Mit flexiblen Lösungen haben wir es geschafft, dass es bei uns keine Wanderklasse gibt“, betont der Schulleiter. Von der Machbarkeitsstudie verspricht er sich, was die Anzahl der zu nutzenden Räumlichkeiten betrifft, Synergieeffekte zwischen den drei Schulen. Was die Fachräume betrifft, wohl eher nicht. So gehören Hauswirtschaftlehre, Technik (Holzbearbeitung und Elek­tronik) und Wirtschaft anders als in den anderen Schulformen zu den Unterrichtsschwerpunkten. Eine große Lehrküche mit Vorratskammer ist wichtiger Bestandteil des Hauswirtschaftunterrichtes. Hier wird nicht nur Kochen gelernt, sondern auch gezieltes Einkaufen und Vorratshaltung. Die Küche stammt aus den 70er Jahren, ist aber zwischenzeitlich mit neuen Elektrogeräten nachgerüstet worden.

Sowohl mit dem Zustand der Küche als auch mit dem des Technikraumes ist Wessels recht zufrieden, wie auch mit der Ausstattung der Bio-, Chemie-, und Physikräume. Auch die Anzahl der Computerplätze hält er für angemessen. „Verbesserungswürdig ist natürlich alles“, sagt er. Was er vermisst, sind Schließfächer für die Schüler. Aus Platzgründen habe man bislang darauf verzichten müssen, und er glaubt auch nicht, dass sich daran nach den Umbaumaßnahmen etwas ändern werde. „So müssen wir leider wohl auch weiterhin die Klassenräume mit Beginn der Pause abschließen“, bedauert Wessels.

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