Baustelle auf dem Wolbecker Marktplatz
Es wird eng für den Ziegenbock

Münster-Wolbeck -

Es wird eng für den Ziegenbock. Von den umfangreichen Bauarbeiten im Wolbecker Ortskern ist auch das metallene Wahrzeichen des Stadtteils betroffen. Eingezwängt zwischen Schutzzaun, Bagger und Container steht das hoch aufgerichtete Maskottchen der Karnevalsgesellschaft ZiBoMo am Rande des Marktplatzes. Wann muss der Ziegenbock den Baumaschinen weichen? Und was kommt dann?

Donnerstag, 18.05.2017, 10:05 Uhr

Eingezwängt zwischen Schutzzaun, Bagger und Container steht das hoch aufgerichtete Maskottchen der Karnevalsgesellschaft ZiBoMo am Rande des Marktplatzes. Wann muss es den Baumaschinen weichen?
Eingezwängt zwischen Schutzzaun, Bagger und Container steht das hoch aufgerichtete Maskottchen der Karnevalsgesellschaft ZiBoMo am Rande des Marktplatzes. Wann muss es den Baumaschinen weichen? Foto: mlü

Wird die Skulptur nach Abschluss der Bauarbeiten wie geplant reibungslos auf den noch im Bau befindlichen Kreisel umziehen können? Wer übernimmt den Transport? ZiBoMo-Präsident Torsten Laumann thematisierte solche Fragen sogar bei der Mitgliederversammlung der Karnevalsgesellschaft am Montagabend.

Zum Hintergrund: Wie berichtet, wird im Wolbecker Ortskern seit Anfang März gebuddelt. Insgesamt zwei Jahre lang verschönern Arbeiter den Marktplatz und bauen die benachbarte Kreuzung zum Kreisverkehr um. Im zweiten Bauabschnitt, so hieß es ursprünglich, solle der Ziegenbock abgebaut und eingelagert werden. „Schön wäre, ihn in dieser Zeit im ZiBoMo-Museum aus der Nähe betrachten zu können“, hatte ein Bürger bereits vorgeschlagen.

Das sei zwar eine gute Idee, gibt ZiBoMo-Präsident Torsten Laumann auf Nachfrage unserer Zeitung zu. Allerdings müsste man dazu die schwere Metallfigur die enge Treppe zum Museum hinauf hieven. Dieser Aufwand sei einfach zu hoch, winkt er ab. Außerdem gebe es noch ein weiteres Problem. Niemand wisse, wie das Podest der Skulptur konstruiert sei: „Beton? Sandsteine? – Wir haben keine Fotodokumente dazu“, so Laumann.

Ähnlich skeptisch zu Ab- und Aufbau sowie Transport der Skulptur äußert sich der stellvertretende Leiter des Tiefbauamtes, Gerhard Rüller. Man habe daher entschieden, den Ziegenbock bis zum Ende der Bauarbeiten auf dem Marktplatz stehen zu lassen. Da sich die Skulptur am Rand befinde, könnten die Arbeiten um sie herum erledigt werden.

Doch damit ist das Problem nicht gelöst. Spätestens nach dem Ende der Bauarbeiten soll der Ziegenbock den neuen Kreisverkehr zieren. Dies habe man politisch so entschieden, bestätigt die Leiterin der Bezirksverwaltung Südost, Karin Groh . Aber ist eine derart massive Skulptur überhaupt auf einem Kreisverkehr erlaubt oder stellt sie bei einem möglichen Unfall ein Sicherheitsrisiko dar? Diese Frage sei noch abschließend zu prüfen, so Gerhard Rüller. Die diesjährige Bockbesteigung am 11.11. könne auf jeden Fall noch auf dem Marktplatz stattfinden.

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