Pfarrbüchereien bieten Romane, Sachbücher und Zeitschriften für alle Altersgruppen
Lesefutter für die Ferien

Münster-Südost -

„Hallo, wie geht‘s?“ – „Na, was hast du dir denn diesmal ausgesucht?“ Fröhliches Stimmengemurmel herrscht zwischen Holzregalen und Bücherstapeln. In der katholischen öffentlichen Bücherei St. Nikolaus ist wie immer ordentlich was los: „Wir haben hier gut zu tun!“ – Anneliese Ludorf vom ehrenamtlichen Bücherei-Team schaut kurz auf und wendet sich gleich wieder ihrem Bildschirm zu, um die ausgelesenen Bücher der nächsten Kundin zurückzubuchen.

Dienstag, 01.08.2017, 00:00 Uhr

Viel los ist zurzeit in der Bücherei St. Nikolaus. Wie in den anderen Pfarrbüchereien kann man sich hier auch in den Ferien mit Lesefutter versorgen. Zum Bücherei-Team gehören (v.l.) Anneliese Ludorf und Elisabeth Runtenberg.
Viel los ist zurzeit in der Bücherei St. Nikolaus. Wie in den anderen Pfarrbüchereien kann man sich hier auch in den Ferien mit Lesefutter versorgen. Zum Bücherei-Team gehören (v.l.) Anneliese Ludorf und Elisabeth Runtenberg. Foto: isa

Tatsächlich kommen und gehen die „Leseratten“ unaufhörlich, um gelesenes Material abzugeben und sich mit neuen Romanen, Zeitschriften oder Filmen einzudecken. Vielleicht liegt die Fülle daran, dass die Bücherei in den Sommerferien nur zwei Stunden pro Woche geöffnet ist. Mitunter bilden sich regelrechte Schlangen am Verwaltungs-Tresen.

Trotzdem bleibt Zeit für ein kleines Schwätzchen. Viele Kunden kennen sich und tauschen Literatur-empfehlungen oder ein paar Neuigkeiten aus. Das Publikum ist bunt gemischt: Junge Mütter schieben den Kinderwagen zwischen den Regalen hindurch, Omas und Opas haben Enkel an der Hand, die bei ihnen ein paar Ferientage verbringen. Dazu kommen natürlich verschiedene Stammkunden. So wie Maria Altfeld. Sie ist regelmäßig hier und nimmt „immer mindestens drei Bücher mit“. Wer soviel liest, hat vielleicht auch ein paar Tipps parat? „Klar“, lacht die 75-Jährige. Ihr Lieblingsbuch ist „Der menschliche Makel“, von Philip Roth, ein Band über die Rassenproblematik. Gefesselt gewesen sei sie auch von dem Werk „Das rote Zelt der Frauen“ von Anita Diamant, das eine biblische Geschichte schildert und von Ken Follets „Kinder der Freiheit“.

Karina Vogelsang kommt regelmäßig her, denn sie findet „es wichtig, dass Kinder Bücher lesen“. Sie hat ihre Tochter Tamara dabei, die nach den Ferien in die Schule kommt. „Am liebsten habe ich Dino-Bücher“, sagt die Sechsjährige. „Tatsächlich spielen Kinder- und Jugendbücher eine große Rolle bei den insgesamt 6500 Medien, die wir zu bieten haben“, erläutert Elisabeth Runtenberg vom Bücherei-Team. Die Renner für die Sechs- bis 12-Jährigen seien zurzeit die Comic-Roman-Bände „Gregs Tagebuch“ von Jeff Kinney. Aber auch Bilder- und Erstlesebücher sind in großer Auswahl vorhanden.

Hat die Fachfrau selbst einen Favoriten? „Absolut fasziniert“ habe sie Tatiana de Rosnays Roman „Sarahs Schlüssel“, der auf mehreren Zeitebenen spielt, sagt Elisabeth Runtenberg. Obwohl sie viele Stunden in der Pfarrbücherei verbringt, kann sie auch zu Hause nicht genug vom Lesen bekommen. „Wenn ich in eine Buchhandlung gehe, komme ich nie ohne ein Buch heraus“, sagt sie lachend.

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