Verein der ehemaligen Gartenbauschüler traf sich in Wolbeck
Ehrungen und neue Projekte

Münster-Wolbeck -

Schöne Ehrungen und etwas Missklang gab es bei der Mitgliederversammlung der Vereinigung ehemaliger Wolbecker Gartenbauschüler. Allein sechs Mitglieder ehrte der Vorsitzende, Ralf Harnisch, für 60 Jahre Mitgliedschaft.

Sonntag, 01.10.2017, 14:10 Uhr

Blumen und Präsente für die Jubilare: Bernhard Wottke, Karl-Heinz Stertkamp, Hubert Mertens, Karl-Heinz Templin und Willi Schnitker mit Ralf Harnisch vom Verein der ehemaligen Wolbecker Gartenbauschüler.
Blumen und Präsente für die Jubilare: Bernhard Wottke, Karl-Heinz Stertkamp, Hubert Mertens, Karl-Heinz Templin und Willi Schnitker mit Ralf Harnisch vom Verein der ehemaligen Wolbecker Gartenbauschüler. Foto: anh

Ihre Wohnorte stehen auch für die Weite des Einzugsgebiets der damals in Deutschland seltenen Gartenbauschule: Hubert Mertens aus Beckum, Willi Schnitker aus Wadersloh, Karl Heinz Stertkamp aus Gütersloh, Karl-Heinz Templin aus Neustadt bei Holstein und Bernhard Wottke aus Burgthann in der Oberpfalz, alle aus dem Jahrgang „Monrepos 1955/57“.

Neben dem Fototermin nahmen sie sich auch Zeit für das Wiedersehen. Das musste diesmal drinnen stattfinden, es goss in Strömen: „Heut‘ war nix unter den Kastanien“, so erinnerte Stertkamp an den sonst üblichen Treffpunkt im Freien. Für 50 Jahre Mitgliedschaft geehrt wurde auch der in Münster bekannte Heinz-Peter Schäfers.

Einen weiteren Rückblick bot Vinzenz Winter als Stellvertreter des Leiters des Bildungszentrums Gartenbau und Landwirtschaft Münster-Wolbeck, Dr. Ulrich Reul. Winter zeigte unter anderem ein historisches Foto der alten Gartenbauschule. Die ist heute nicht nur teils verborgen hinter einem Kita-Neubau, es fehlt auch vieles von der alten Pracht.

Neubauten stünden in den nächsten Jahren auch am Bildungszentrum an – viele Gebäude sind alt. Einige könnten den Standort wechseln, denn der alte Platz verträgt sich teils nicht mit dem von der Stadt Münster angestrebten Bau an der Middeler Straße. Dort soll ein Zugang zum geplanten Neubau der zweiten Grundschule Wolbecks errichtet werden.

„Im Bildungszentrum ist viel Leben“, schilderte Winter, etwa 4500 Auszubildende kommen jährlich zu vielen Kursen hierher, von denen teils bis zu zehn parallel zueinander laufen. Da müsse man manchmal erfinderisch sein. So erkläre sich auch, dass die Kammer dem Verein der Ehemaligen einen Raum entzog. Zapfanlage und Bänke, auch Fotos mussten weichen – das war ein Verlust, den Harnisch deutlich kritisierte. Er sah das Ehrenamt „mit Füßen getreten“.

Winter zeigte Veränderungen in der Schülerschaft auf. So kommen viele der angehenden Agrarbetriebswirte nicht mehr vom „eigenen“ Hof, mancher müsse erst das Treckerfahren lernen. In der Diskussion ist ein neuer Lehrgang „Urbaner Platz“. Das Bildungszentrum der Landwirtschaftskammer werbe weiterhin bei Besuchern von Schulklassen aus einem Umkreis von bis zu 30 Kilometern für den Gärtnerberuf.

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