Musik verzaubert und macht gute Laune
Shantys wecken Erinnerungen

Münster-Wolbeck -

Der Marine-Shanty-Chor Münster bezaubert 100 Zuhörer im Achatiushaus.

Freitag, 20.10.2017, 21:10 Uhr

Äußerst schwungvoll dirigierte Eckhard Lechermann (l.) den Marine-Shanty-Chor Münster bei dessen gelungenen Auftritt im Achatiushaus.
Äußerst schwungvoll dirigierte Eckhard Lechermann (l.) den Marine-Shanty-Chor Münster bei dessen gelungenen Auftritt im Achatiushaus. Foto: hk

Musik verzaubert und macht gute Laune. Zumal wenn der Marine-Shanty-Chor Münster nunmehr zum dritten Mal ins Achatius-Haus kommt. Das Bürgerforum mit Dieter Alke als Moderator des Seniorennachmittags machte es möglich. Rund 100 Zuhörer mochten es wohl gewesen sein, die den kräftigen Sangesstimmen lauschten. Auch die Terrasse war gut besetzt, schließlich wollten die letzten warmen Sonnenstrahlen in diesem Spätherbst eingefangen werden.

„Der Männerchor hat den Saal richtig zum Kochen gebracht“, empfand der Leiter des Achatiushauses, Bernhard Sandbothe, die Atmosphäre unter den Senioren. Auch die demenzkranken Bewohner des nahe gelegenen Elisabeth-Hauses an der Alten Vikarie, die mit ihren Betreuern lediglich über die Angelbrücke den Weg zum Seniorenheim zurücklegen mussten, waren dabei – für sie ein besonderes Erlebnis. Schließlich haben die neuesten Forschungsergebnisse gezeigt, dass viele an Demenz erkrankte Menschen bei Musik sichtlich aufblühen und sich, des Langzeitgedächtnis bemühend, an frühere Melodien vielleicht aus ihrer Jugend gut erinnern können. So verwunderte es nicht, dass die Shantys in ihren Gesichtern ein Lächeln hervorzauberten.

Äußerst schwung- und humorvoll dirigierte Eckhard Lechermann den Marine- Shanty-Chor, der in diesem Jahr bereits 55 Auftritte hatte. Zu deren Höhepunkt zählte sicherlich der Auftritt vor dem Kreml mit dem Ministerpräsidenten. „Wir haben in Russland eine sehr gute Gastfreundschaft erlebt“, sagte er. Die sie dann im September in Münster erwidern konnten.

So brachte der Shanty Chor Lieder wie „Rosemarie“, „Schöne Natascha“ oder „Antje, mein blondes Kind“ Sehnsüchte nach schönen Frauen, die bei einer langen Seefahrt entstehen können, zum Ausdruck. Die Kehrseite: Lieder von tosenden Wellen und starkem Sturm waren aber auch Bestandteil des Seefahrerlebens.

Nach so einem schönen musikalischem Nachmittag, mit gut gelaunten Senioren kann es nur frei nach Dieter Alke heißen „Junge, komm bald wieder.“

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