Buchautorin Christine Schniedermann war vom Deutschunterricht in Wolbeck begeistert
Verliebt ins Münsterland

Münster-Wolbeck -

Marlene – Ende 30, verheiratet und dreifache Mutter – führt ein scheinbar idyllisches Leben in Münster: Halbtags berufstätig kümmert sie sich um Familie und Kinder, fährt die Kleinen zum Sport und backt Muffins für den Basar, während ihr Mann meist auf Dienstreise ist. Eines Tages lernt sie Nick kennen, einen gut aussehenden Mann aus New York, der ihr Leben gehörig durcheinanderwirbelt. . . „Verliebt, aber verheiratet“, heißt das zweite Buch von Christine Schniedermann, das gerade erschienen ist. „Es handelt von der großen Liebe, Veränderungen, Verantwortung und der Flucht vor einem manchmal nervigen Alltag“, erzählt die Autorin, die in Wolbeck ihre Wurzeln hat.

Dienstag, 28.11.2017, 00:11 Uhr

Die Autorin kommt aus dem Münsterland und ging in Wolbeck zur Schule.
Die Autorin kommt aus dem Münsterland und ging in Wolbeck zur Schule. Foto: Christine Schniedermann

Nicht zufällig spielt die Geschichte, genau wie ihr Erstlingswerk „In der Entfernung liegt die Wahrheit“ im Münsterland. „Die Gegend ist mir vertraut“, erläutert die Christine Schniedermann , die in Everswinkel aufwuchs und in Wolbeck zur Schule ging. Auch wenn sie inzwischen in München lebt, liebe sie die „wunderschöne Stadt Münster“ und das Umland. Da es „Münster-Krimis bereits genug gibt“, habe sie sich für das Genre Liebes- und Familienroman entschieden, fügt die Autorin lachend hinzu, die unter dem Pseudonym „Lene Steening“ schreibt.

Zum Schreiben kam sie früh. „Geschichten hören, lesen und schreiben war schon als kleines Kind meine Leidenschaft“, blickt sie zurück. Im Gymnasium Wolbeck, das sie von 1988 bis 1997 besuchte, wählte sie – natürlich – den Leistungskurs Deutsch. „Obwohl ich „Bus-Kind war, hatte ich eine tolle Schulzeit“, schwärmt Christine Schniedermann. Zusammen mit ihrer Clique verbrachte sie viele Nachmittage im Wigbold. „Beim TV Wolbeck habe ich Volleyball gespielt, und freitags sind wir in den Bahnhof Wolbeck gegangen“, erzählt die Autorin, die außerdem „bekennender ZiBoMo-Fan“ ist.

Aus ihrer Schulzeit ist ihr ganz besonders Deutschlehrer Peter Schilling im Gedächtnis geblieben: „Ein großartiger Lehrer“, blickt sie zurück. „Er war unglaublich engagiert, auch wenn er nicht gerade mit Noten um sich warf und sehr viel verlangt hat.“ Für die Hausaufgaben seien „mitunter Nachtschichten notwendig“ gewesen. „Aber Peter Schilling hat uns Schüler mit seiner Begeisterung angesteckt, Theater- und Filmaufführungen mit uns besucht und uns die Literatur wirklich nahegebracht“, blickt die Schriftstellerin zurück.

Parallel zum Abi arbeitete Christine Schniedermann für die Tageszeitung und absolvierte anschließend ein Volontariat bei „Kirche und Leben“ gemeinsam mit dem Institut zur Förderung publizistischen Nachwuchses, München. „Für das Familienjournal von „Kirche und Leben“ schreibe ich auch heute noch Kinderbuchrezensionen, Interviews und Artikel rund um Familienthemen“, verrät die gebürtige Münsterländerin.

Nach dem Volontariat ging Christine Schniedermann nach Berlin, wo sie zunächst Parlamentskorrespondentin der Bild-Zeitung und dann Büroleiterin des Münsteraner Bundestagsabgeordneten Daniel Bahr war. Außerdem schrieb die Autorin, die vor einigen Jahren der Familie zuliebe nach München zog, unter anderem für die Süddeutsche Zeitung und Zeit Online, bevor sie ins Roman-Genre wechselte und nunmehr den zweiten Band im Selbstverlag veröffentlichte.

„Ich möchte unterhalten, aber auch Denkanstöße geben und Identifikations-Effekte bieten“, verrät sie. „Ich glaube, jede Mutter kennt die Schuhberge im Flur, durch die sich Heldin Marlene kämpft, oder das leere Duschgel, wenn man gerade unter der Dusche steht.“

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