Im April treffen sie sich nach 60 Jahren wieder
Mit 60 Schülern in einer Klasse

Münster-Wolbeck -

Dem Einschulungsjahrgang 1958 der Volksschule steht das 60jährige Bestehen bevor, ein wichtiger Grund, wieder ein Treffen zu veranstalten.

Dienstag, 13.03.2018, 00:03 Uhr

Das Orga-Team mit gedruckten Erinnerungen: (v.l.) Hildegard Watermann, Joachim Schirra, Heide Karrengarn, Annie Hinkelmann, Werner Franke und Brigitte Sechelmann.
Das Orga-Team mit gedruckten Erinnerungen: (v.l.) Hildegard Watermann, Joachim Schirra, Heide Karrengarn, Annie Hinkelmann, Werner Franke und Brigitte Sechelmann. Foto: Andreas Hasenkamp

So traf sich das Organisationsteam in der „Kiepe“: Heide Karrengarn, geborene Schrieb, Joachim Schirra, Sohn eines Direktors, Annie Hinkelmann, geborene Langkamp, Hildegard Watermann, geborene Sültemeyer, Werner Franke, und Brigitte Sechelmann. Diesmal nicht dabei war Bernhard Wulfers – aber auf einem Foto ist er mit Schultüte zu sehen.

Weil die neue Grundschule an der Straße „Am Wigbold“, 1952 erbaut, nicht alle Volksschüler aufnehmen konnte, ging es für viele der 57 in das Gebäude in der Neustraße, das an die dortige Gaststätte grenzte.

Englisch sei nicht unterrichtet worden, aber gerade die Männer im Team erinnern sich an Handarbeiten und Schönschreiben. Ab der siebten Klasse trennte man Jungen und Mädchen. Dass mit 60 Schülern in einer Klasse Unterricht funktionierte, glaubten heutige Kinder kaum, sagt Watermann: „Da war Zug drin, da hat keiner aufgemuckt. Da gab’s noch Senge.“

Die Klassenlehrer hätten jedes Jahr gewechselt. Karrengarn wundert sich: „Dass wir da überhaupt was Normales gelernt haben?“ Viele Lehrernamen sind ihnen noch präsent: Fräulein Wiesmann und Steup, Dieckmann, Koschek, Siemann, Schirra, Sasse, Weidlich.

Klassenkameraden untereinander hätten nicht geheiratet, stellt das Team fest. Watermann: „Mit den Jungs wollten wir nichts zu tun haben, die waren ja zwei Jahre zurück…“ Was Schirra kontert: „Ihr wart zu alt.“ Sich zu verabreden, das lief beim Verlassen der Schule. Man sei auch eher in der Nachbarschaft geblieben, klingelte mal. „Man wurde ja nicht rumgefahren“, erinnert sich Karrengarn. „Nach den Hausarbeiten war ich weg“, konstatiert Watermann.

Ein erstes Treffen fand 1986 statt, 20 Jahre nach der Schulentlassung, ein zweites 1996. Diesmal haben sich 35 angemeldet. Sechelmann: „35!“ – „Stark, super!“

Am 21. April kommen die Schüler aus Berlin, München und Hamburg, auch aus Ascheberg und Rinkerode. Rund die Hälfte ist in oder bei Wolbeck geblieben. Besucht werden unter anderem das ZiBoMo-Museum und die Grundschule – für ein weiteres Erinnerungsfoto.

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