Das Landhotel „Zur Mühle“ steht zum Verkauf
„Wir haben überhaupt keine Eile“

Münster-Wolbeck -

Nach 17 Jahren möchten sich Kurt und Ursula Lange von ihrem Landhotel „Zur Mühle“ trennen, aus Altersgründen. Auf jeden Fall soll das Fachwerkhaus danach ein Hotel bleiben.

Mittwoch, 14.03.2018, 17:03 Uhr

17 Jahre haben Ursula und Kurt Lange (mit Unterstützung von Hündin Lilly) das Landhotel „Zur Mühle“ geführt. Jetzt wollen sie es verkaufen, aber ohne Eile, wie sie sagen.
17 Jahre haben Ursula und Kurt Lange (mit Unterstützung von Hündin Lilly) das Landhotel „Zur Mühle“ geführt. Jetzt wollen sie es verkaufen, aber ohne Eile, wie sie sagen. Foto: na

„Ich fand es einfach schrecklich, in Rente zu sein“, sagt Ursula Lange. Sie brauche Kontakt zu Leuten, so wie sie ihn als Schneidermeisterin immer gehabt habe. Rein zufällig sei sie im Internet auf das zum Verkauf stehende Landhotel an der Wolbecker Windmühle gestoßen. 2001 war das und gemeinsam mit ihrem Mann Kurt Lange, pensionierter IT-Fachmann, wagte sie den Sprung ins Hotelgewerbe.

Jetzt, nach 17 Jahren, suchen sie einen Käufer für das schmucke Fachwerkhaus, aus Altersgründen, wie sie sagt. „Wir haben aber überhaupt keine Eile“, sagt der 76-jährige Lange und sein Frau betont: „Wir möchten, dass das Haus auf jeden Fall ein Hotel bleibt.“

Ein Vorhaben, das manchen Wolbecker erfreuen wird, denn war das Landhotel „Zur Mühle“ ein wichtiges Domizil, wenn es galt, bei Familienfeiern die Gäste gut unterzubringen. Oft waren die insgesamt sechs, mit viel Liebe zum Detail eingerichteten Doppelzimmer komplett für eine Feier gebucht. „Die Gäste fanden es dann natürlich schön, wenn sie morgens ganz für sich in familiärer Runde frühstücken konnten“, weiß die 73-Jährige.

Aber auch so manches Wolbecker Unternehmen wird über ein Fortbestehen des familiären Hotel erleichtert sein. Es bot eine gute Unterbringungsmöglichkeit für Geschäftsleute. „Manches Mal waren auch die Teilnehmer an firmeninternen Workshops bei uns Gäste“, berichtet Ursula Lange.

Für Ehepaare, die auf Städtereise sind, oder auch für so manche Fahrradgruppe ist das Landhotel an Wochenenden zudem eine beliebte Anlaufstation gewesen.

„Mit der Auslastung sind wir immer zufrieden gewesen“, sagt die 73-Jährige. Dass man mit einem Hotel mit sechs Doppelzimmern keine Reichtümer erlangen könne, darüber sei man sich von Anfang an im Klaren gewesen. Allerdings war das ja auch nicht das Anliegen des Ehepaares gewesen. So ist einfach notwendig, die Personalkosten möglichst auf geringem Niveau zu halten. Was den Langes auch gelungen ist. Bis auf eine Reinigungskraft schlägt nichts zu Buche.

„Wir hatten uns eigentlich von Beginn an vorgenommen, das Hotel nur fünf oder sechs Jahre zu betreiben“, sagt sie. Daraus sind jetzt 17 geworden. Und der nahende Abschied falle außerordentlich schwer, sagt Ursula Lange. „Bis Ende des Jahres werden wir aber bestimmt noch weiter machen“, will Kurt Lange dann auch noch einmal ganz ausdrücklich betonen.

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