Gewerbeverein lud Tiefbauamt und Stadtwerke zu Infogespräch ein
Vollsperrung – Vokabel mit Brisanz

Münster-Wolbeck -

In Wolbecker Gesprächen dürfte die Vokabel „Einbahnstraße“ bald von „Vollsperrung“ abgelöst werden. Bis Ende Juni 2019 der Kreisverkehr am Marktplatz fertig sein soll, stehen Wolbecks Nadelöhr im Bereich Marktplatz und Kreuzung Am Steintor einige Vollsperrungen bevor.

Donnerstag, 19.04.2018, 21:04 Uhr

Vehemente Kritik am mangelnden Fortschritt beim Bau des Kreisverkehrs an der Hiltruper Straßen gab es nicht nur von Seiten des Gewerbevereins, sondern auch aus den Reihen der anwesenden Lokalpolitiker.
Vehemente Kritik am mangelnden Fortschritt beim Bau des Kreisverkehrs an der Hiltruper Straßen gab es nicht nur von Seiten des Gewerbevereins, sondern auch aus den Reihen der anwesenden Lokalpolitiker. Foto: anh

In Wolbecker Gesprächen dürfte die Vokabel „Einbahnstraße“ bald von „Vollsperrung“ abgelöst werden. Bis Ende Juni 2019 der Kreisverkehr am Marktplatz fertig sein soll, stehen Wolbecks Nadelöhr im Bereich Marktplatz und Kreuzung Am Steintor einige Vollsperrungen bevor. Die waren bei den Planungen von Beginn an öffentlich angekündigt, für viele rückten sie am Mittwochabend ins Bewusstsein.

Der Gewerbeverein Wolbeck hatte in die „Kiepe“ geladen. Von den Stadtwerken waren der Abteilungsleiter Technischer Service Mathias Kümper und Bauleiter Alexander Heyer gekommen, vom Tiefbauamt der Stadt Münster Ludger Niehoff , für die zweite Hälfte der Baumaßnahmen federführend, und Maria Koordt, für die ausführende Firma Stratiebo Gregor Bogatzki. Diesmal waren viele Mitglieder des Gewerbevereins erschienen, dazu Ratsherr Horst-Karl Beitelhoff, diie Bezirksvertreter Birgit Hemecker, Willi Schriek und Reiner Borchert, insgesamt waren rund 40 Personen. anwesend.

Der Ausblick erntete ein „Das darf doch wohl nicht wahr sein …!“: Zuerst wird beginnend in den Sommerferien 2017 der Abschnitt „Markt-Am Steintor“ komplett gesperrt. Dies soll acht bis zehn Wochen dauern, ebenso lang die anderen drei Phasen. Es geht reihum weiter in der Franz-von-Waldeck-Straße, in der Straße Am Berler Kamp und an der Hiltruper Straße. Im März hatte die Fachverwaltung noch eine Dauer von „rund sechs bis acht Wochen“ veranschlagt. Den Abschluss macht eine Vollsperrung des Kreisverkehrs für „fünf Arbeitstage – ohne Regen“.

Es gab viel Kritik, da und dort ein Lob, wenn tatsächlich einmal die Polizei Flagge zeigte. Viele pragmatische Fragen gab es: ob der Markt als Ausweich-Straße nutzbar sei, ob freitags länger gearbeitet werden könne und vielleicht samstags. Letzteres will das Tiefbauamt „kurzfristig besprechen“, so Niehoff. Auch Strecken-Informationen für die Kundschaft, auch von außerhalb, kamen zur Sprache. Einer vermisste die Anbindung des Ortes über die Eschstraße an die Ortsumgehung.

Dass die so lange anhaltende Situation „existenzbedrohend“ sei für manche Geschäfte, das unterstrich Südost-Bezirksbürgermeister Rolf Schönlau.

Aus der Sicht von Bürgern ist manchen Gewerbetreibenden aufgefallen, dass es mit der Sicherheit hapere. Besonders der Weg vom Markt zur Grundschule ist ein Problem, auch manche Unebenheit auf den provisorischen Oberflächen. Hinzu kommen etliche Auto-Nutzer, die Verkehrszeichen missachten. Für Hinweise steht das Büro des Gewerbevereins bereit; der Draht zum Tiefbauamt habe gut funktioniert, so Ralph Koschek, der Vorsitzende.

Aber die Hoffnung, die derzeit prekäre Verkehrssituation sowohl für die Gewerbetreibenden als auch für jeden Wolbecker Bürger sei mit Abschluss der Kreisverkehr-Baustelle endgültig beendet, muss enttäuscht werden, denn es schließt sich nahtlos eine weitere an: Die Radwege an der Hiltruper Straße bis zur Bahn werden optimiert und gleichzeitig kürzlich festgestellte Probleme mit der Kanalisation behoben. Dafür plant die Stadt eine Bauzeit von zwölf Monaten ein.

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