Reservierte Flächen am Grenkuhlenweg
Kleingärten kommen später

Münster-Wolbeck -

Am Grenkuhlenweg ist eine Fläche für eine neue Kleingartenanlage in Wolbeck vorgesehen. Bis dort aber etwas entsteht, werden wohl noch Jahre ins Land gehen.

Dienstag, 22.05.2018, 19:05 Uhr

Am Grenkuhlenweg ist eine Fläche für eine neue Kleingartenanlage in Wolbeck vorgesehen. Bis dort aber etwas entsteht, werden wohl noch Jahre ins Land gehen.
Am Grenkuhlenweg ist eine Fläche für eine neue Kleingartenanlage in Wolbeck vorgesehen. Bis dort aber etwas entsteht, werden wohl noch Jahre ins Land gehen. Foto: mlü

Die Nachfrage nach Kleingärten nimmt in Münster zu. Inzwischen gibt es Wartelisten und der Stadtverband plant zwei neue Anlagen in Mecklenbeck und Roxel. Auch in Wolbeck sind Flächen für zukünftige Kleingartenanlagen reserviert, nämlich am Grenkuhlenweg hinter dem Gewerbegebiet Münsterstraße. Doch bis Wolbeck seine Parzelle bekommt, werden wohl noch viele Jahren ins Land gehen.

Die Sonne scheint, es fühlt sich schon richtig an wie Sommer. Wer einen Garten hat, genießt ihn jetzt. Wer keinen hat, fängt vielleicht an, sich für einen Kleingarten zu interessieren. 60 Prozent der Kleingarten-Einsteiger sind junge Familien. Gut die Hälfte der Fläche muss mit Obst, Gemüse und Blumen bewirtschaftet werden, der Kleingartenverein stellt Neugärtnern bei Bedarf Paten zur Seite und gibt Tipps, wie die rund 300 Quadratmeter großen Parzellen gestaltet werden kann.

Auf einer etwa zwei Hektar große Fläche in Roxel sollen demnächst 52 Schrebergarten-Parzellen entstehen. Derzeit führt das Grünflächenamt der Stadt Münster eine Bedarfsanalyse durch. Ist danach Wolbeck an der Reihe? Stadtverbandschef Horst Stronk verneint. „Wolbeck sehe ich im Moment nicht“, sagt er ganz klar. Der Stadtteil habe sich seine „eher ländliche Struktur“ bewahrt, der Bedarf an einer Kleingartenanlage sei trotz der neuen Baugebiete in Wolbecks Norden einfach noch nicht da.

Denn billig oder einfach sei der Aufbau einer Schrebergartensiedlung nicht, so dass man sie einfach auf Vorrat bauen könne. 70 000 bis 90 000 Euro müsste die Stadt schon in die Hand nehmen, um ein Areal vorzubereiten. In Mecklenbeck sollen an der Egelshove 80 Parzellen entstehen, die Baustelle kostet 180 000 Euro. „Außerdem muss die Stadt Münster zusätzlich die bestehenden 55 Anlagen im Stadtgebiet pflegen und erhalten“, betont Stronk.

Auch wenn es vorerst nichts mit einer Kleingartenanlage in Wolbeck wird – die Option ist damit nicht vom Tisch. Die Flächen sind in der Grünflächenplanung der Stadt Münster verankert. „Und das bleibt auch erst einmal so“, erläutert der Stadtverbandsvorsitzende. Womöglich ändert sich die Einschätzung der Situation in Wolbeck, sobald das neue größere Baugebiete auf dem Lancier-Gelände Fahrt aufnimmt. Dort sollen 270 Wohneinheiten entstehen, vornehmlich Mehrfamilienhäuser.

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