Hauptschule Wolbeck integriert Flüchtlinge und bietet vielfältige Schüler-Förderung
„Wir brauchen mehr Räume für Gespräche“

Münster-wolbeck -

Die Hauptschule Wolbeck ist eine der verbliebenen vier Hauptschulen Münsters. Sie bietet nicht nur Schulunterricht, sondern kümmert sich in vielfältiger Weise um ihre Schüler und Schülerinnen. Flüchtlingskinder bekommen hier ersten Sprachunterricht, viele Jugendliche erhalten eine so genannte „sonderpädagogische Förderung“. Schulleiter Peter Wessels bringt es auf den Punkt: „Die Heterogenität unserer Schüler ist immens“, sagt er. Und: „Daher brauchen wir dringend mehr Nebenräume.“

Montag, 23.07.2018, 00:00 Uhr

Hauptschulleiter Peter Wessels hofft auf die Unterstützung der Arbeit durch mehr Differenzierungsräume.
Hauptschulleiter Peter Wessels hofft auf die Unterstützung der Arbeit durch mehr Differenzierungsräume. Foto: îsa

Die Situation sei inzwischen entspannt, was die Versorgung mit regelrechten Klassenräumen angeht. „Was fehlt, sind einige kleinere Räume“, erläutert Wessels . Optimal wäre ein zusätzlicher kleiner Raum pro Klasse. „Mindestens aber brauchen wir etwa vier kleine Differenzierungsräume, so Wessels.

Hintergrund sind unter anderem zahlreiche Einzelgespräche, die Lehrer, Schulleiter oder Sozialarbeiter mit Eltern oder Schülern führen müssten. „Schwierige Themen gibt immer wieder“, erläutert Wessels. Egal, ob es nun um die Schullaufbahn der Schüler oder Probleme im Elternhaus gehe.

Aber nicht nur dafür ist ein ungestörter Platz notwendig. „Wir benötigen auch Differenzierungsräume für die Schüler mit besonderem Förderbedarf“, so Wessels. Manche Jugendliche könnten den regulären Unterricht aus Verhaltensgründen zeitweise nicht besuchen und müssten daher in einer Kleingruppe lernen.

Darüber hinaus führten zahlreiche Neuzugänge aus anderen Schulformen teilweise zu sehr unterschiedlichen Lernniveaus, die durch Kleingruppen aufgefangen würden. Und dann seien da noch die Schüler, die schon über einige, aber noch nicht über genügend Deutschkenntnisse verfügten, um dem regulären Unterricht in allen Fächern zu folgen.

Dass für all diese Fälle weitere Räume notwendig sind, kann auch die Bezirksvertretung Südost nachvollziehen. Bei der vergangenen Sitzung bat sie die Verwaltung der Stadt Münster zu prüfen, wie man Abhilfe schaffen könne. Im Gespräch ist zunächst eine Zwischenlösung, etwa in Form von Containern, bevor eine Machbarkeitsstudie den endgültigen Bedarf ermittelt.

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