VfL schreibt Offenen Brief an betroffene Eltern
Junge Kicker brauchen Hilfe

Münster-Wolbeck -

„Das Schöne ist, dass der Verein wächst“, sagt Christian Holtkamp, Jugendobmann des VfL Wolbeck. Das Bittere für ihn ist, dass dies in einem Umfang geschieht, dass es große Probleme gibt, ehrenamtliche Trainer für die jungen Nachwuchskicker zu finden

Freitag, 03.08.2018, 08:00 Uhr

Fröhlich und munter geht es unter den fußballbegeisterten Jungen und Mädchen zu, die am Fußballcamp des VlL teilnehmen.
Fröhlich und munter geht es unter den fußballbegeisterten Jungen und Mädchen zu, die am Fußballcamp des VlL teilnehmen. Foto: na

„Das Schöne ist, dass der Verein wächst“, sagt Christian Holtkamp, Jugendobmann des VfL Wolbeck . Das Bittere für ihn ist, dass dies in einem Umfang geschieht, dass es große Probleme gibt, ehrenamtliche Trainer für die jungen Nachwuchskicker zu finden. Aktuell stehen die B2- und die C2-Junioren ohne Trainer da.

„Unsere Jugendabteilung kommt in der nächsten Saison auf 23 Mannschaften“, erklärt er nicht ohne Stolz, eine Größenordnung, die er nicht nur darauf zurückführen möchte, dass auch Wolbeck durch den Zuzug vieler junger Familien wächst. „Ich hoffe, dass der große Zuspruch auch aus unserer sehr guten Jugendarbeit resultiert“, erklärt er. So rechnet Holtkamp für das nächste Jahr mit einem Zuwachs von 30 bis 40 Kindern unter sechs Jahren.

Natürlich stehe der sportliche, der spielerische Aspekt beim Training im Vordergrund. „Wir haben aber auch die äußerst wichtige Aufgabe, das soziale Verhalten der Kinder im Auge zu behalten,“ betont er. Vor diesem Hintergrund bietet der Verein all seinen Trainern Fortbildungen an. Zudem möchte der Verein, wie Holtkamp sagt, allen Trainern ein optimales Umfeld für ihre Arbeit bieten. Die Trainingskleidung wird vom Verein gestellt, monatlich eine Aufwandsentschädigung gezahlt und die Trainerscheine bezahlt.

Diese Angebote sind ein wichtiger Bestandteil eines offenen Briefes, mit dem sich der Jugendvorstand jetzt an die Eltern der betroffen jungen Kickerinnen und Kicker gewandt hat.

„Wir haben den Eltern darin unter anderem erklärt, dass die erfreuliche Entwicklung der Jugendabteilung eben leider auch die Kehrseite hat, dass es eben immer schwieriger wird, ehrenamtliche Trainer zu finden“, weist Holtkamp auf den Inhalt des Briefes hin, der mit einer direkten Ansprache an die Eltern endet: „Sollten Sie jemanden kennen oder gar selber Lust verspüren, Jugendmannschaft zu trainieren, sprechen Sie uns gerne an.“

„Wir wissen aus Erfahrung, dass bei vielen Eltern keinerlei Bereitschaft vorliegt, sich im Traineramt zu engagieren, wissen aber auch, dass manche sich das einfach nicht zu trauen und die deshalb auch nicht vorpreschen“, erklärt der Jugendobmann. Und genau diese Eltern habe man mit dem Brief ansprechen wollen, und Holtkamp hofft auf Erfolg.

Übrigens findet gerade ein kleines Beispiel für die engagierte Jugendarbeit statt: Über 50 Mädchen und Jungen vom VfL im Alter zwischen vier und 13 tummeln sich seit Montag auf dem Kunstrasenplatz des Vereins. Sie nehmen am bereits traditionellen Fußballcamp teil, das der VfL in Kooperation mit dem Verein „Erlebniswelt Fußball“ und Unterstützung der Sparkasse immer eine Woche in den großen Ferien anbietet und das mit großem Erfolg.

Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5949744?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F144%2F
Nachrichten-Ticker