Greifvogelschau am 22. September
Drostenhofpark wird Adlerbühne

Münster-Wolbeck -

Das Bürgerforum Wolbeck kündigt für den 22. September eine Greifvogelschau im Drostenhofpark an. Ein niederländischer Züchter und Falkner wird neun Tiere vorstellen, darunter einen Adler aus Chile in Südamerika.

Freitag, 14.09.2018, 08:00 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 14.09.2018, 08:00 Uhr
Mit einem ausgestopften Sperber auf der Hand werben (v.l.) Dieter Alke und Horst Geisler für die Veranstaltung am Drostenhof.
Mit einem ausgestopften Sperber auf der Hand werben (v.l.) Dieter Alke und Horst Geisler für die Veranstaltung am Drostenhof. Foto: mlü

Nach knapp drei Jahren Pause wird es am 22. September (Samstag) erneut eine Greifvogelschau im Wolbecker Drostenhofpark geben. Das kündigt das Bürgerforum Wolbeck an.

Der Eintritt ist frei, los geht es ab 14.30 Uhr. „Uns ist ganz wichtig, dass vor allem die Kinder einen Eindruck von diesen majestätischen Vögeln bekommen“, betont der Vorsitzende des Bürgerforums, Dieter Alke. Die Vögel auf einer Flugschau zu sehen, sei etwas komplett anderes, als sie nur in einem Buch, im Fernsehen oder in einer Voliere zu betrachten.

Wer sich noch an die vergangenen drei Vogelschauen in Wolbeck erinnert, weiß, dass mit etwas Glück hautnahe Begegnungen möglich sind. Bei einer früheren Veranstaltungen war der heimliche Star ein Uhu, der keine Scheu hatte, sich auf einigen Zuschauerhäuptern niederzulassen. Kopfmassage inklusive. Die schlauen Geier dürfen während der Show über den Boden hopsen und sich so einen Weg durch die Zuschauermenge und den Drostenhofpark bahnen.

In diesem Jahr sollen sogar neun Vögel zu sehen sein. Darunter erstmals ein Adler. „Der hat einen langen Weg hinter sich, der Adler kommt aus Chile in Südamerika“, weiß Alke. Das Bürgerforum arbeitet wieder mit dem niederländischen Falkner und Greifvogelzüchter Ivon van Lanen zusammen. Die trainierten Tiere verkauft er an Züchter und Liebhaber in der ganzen Welt. Drei Monate dauert das „Basistraining“. Anschließend kann der menschengeprägte Greifvogel für die Jagd eingesetzt werden. Falkner und ihre Greifvögel jagen in Städten, auf Friedhöfen oder auf dem Flughafen. Tauben, Kaninchen, Elstern oder auch Enten sind ihre Beute.

Das Bürgerforum und Greifvögel – wie passt das zusammen? Dieter Alke verweist auf das Wolbecker Leitwort „Historisch – Lebendig“. Das passe doch in vieler Hinsicht auch zur Beizjagd, die vermutlich vor etwa 3500 Jahren in Zentralasien entstand. Historisch und lebendig sei außerdem der Veranstaltungsort. „Der Drostenhof ist historisch und die Baustelle am Marktplatz sehr lebendig“, sagt der Bürgerforums-Vorsitzende mit Blick auf das jüngst freigegebene Teilstück der Hiltruper Straße in unmittelbarer Nähe zum Drostenhof.

Eine persönliche Note gibt es aber auch. „Ich habe einmal selber einen Habicht gehabt“, berichtet Dieter Alke und zeigt seinen Falknerhandschuh. Er habe das verletzte Tier gesund gepflegt. Seine letzten Jahre hat der Vogel im alten Zoo von Münster verlebt. „In der Voliere neben den Eisbären.“

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