Heimatverein Wolbeck präsentiert den neuen Wandkalender 2019
Die Zeichnungen des Rentmeisters

Münster-Wolbeck -

Man darf gespannt sein: Zwar ist es bereits das sechste Mal, dass der Wolbecker Heimatverein einen Wandkalender konzipiert hat. Aber diesmal gibt es eine Neuerung: „Der Kalender 2019 zeigt nicht wie sonst Fotos oder Ansichtskarten, sondern Zeichnungen“, verraten Vorsitzender Bernhard Karrengarn und Vorstandsmitglied Josef Leifert. Und die farbigen Skizzen Wolbecker Örtlichkeiten stammen allesamt von einem berühmten Sohn des Ortes: Dem „Oberrentmeister“ Ferdinand Zumbusch.

Dienstag, 02.10.2018, 19:14 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 02.10.2018, 00:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Dienstag, 02.10.2018, 19:14 Uhr
Druckfrisch: Bernhard Karrengarn (l.) und Josef Leifert vom Wolbecker Heimatverein mit dem neuen Wandkalender für das Jahr 2019. Er umfasst zwölf farbige Zeichnungen von Ferdinand Zumusch.
Druckfrisch: Bernhard Karrengarn (l.) und Josef Leifert vom Wolbecker Heimatverein mit dem neuen Wandkalender für das Jahr 2019. Er umfasst zwölf farbige Zeichnungen von Ferdinand Zumusch. Foto: isa

Der Name Zumbusch ist vielen im Ort bekannt. Der Wolbecker wurde 1840 im Drostenhof geboren, wirkte viele Jahre als Rentmeister, sprich als Verwaltungsleiter der gräflichen Güter der Familie Merveldt. Vor allem aber war er ein begeisterter Heimatforscher und veröffentlichte im Jahr 1902 eine handschriftlich verfasste Ortschronik.

In eben dieses „Werkchen“, wie Zumbusch selbst seine Schrift bezeichnete, arbeitete er seine Skizzen ein: Die farbigen Zeichnungen halten bekannte und weniger bekannter Wolbecker Gebäude fest. Das Jagdhaus im Tiergarten ist ebenso dabei wie Haus Reithaus, Gut Holthausen und die Pfarrkirche St. Nikolaus. Auch Ansichten aus Davensberg, Bevergern, Rinkerode und Albersloh tauchen auf. „Wir hatten das Glück, den Eigentümer der Handschrift in Essen besuchen zu können“, erläutert Karrengarn. Dort habe man die Originalzeichnungen abfotografieren können.

Die Auswahl aus den rund 40 Fotografien fiel dann schwer. Nach welchen Kriterien haben die Vertreter des Heimatvereins die zwölf Motive für den DIN-A-3-großen Kalender ausgesucht? „Wichtig war uns eine gute Qualität. Und, dass historische Gebäude aus Wolbeck gezeigt werden“, betont Bernhard Karrengarn. Nur einmal sei man „fremd gegangen“: Der März zeigt das 1899 erbaute „Haus Angelmodde“, das schon seit Langem nicht mehr besteht.

Ansonsten geht es kreuz und quer durch das Wigbold. So präsentiert der Januar das frühere Marienhospital, der Februar die Wassermühlen an der Angel. Es folgen Hof Möllenbeck und – natürlich – der Drostenhof. Eine Besonderheit stellen die Monate April und Mai dar. Sie zeigen aufeinanderfolgend Ansichten des Alten Fronhofs aus dem Jahr 1868 und des bis heute bestehenden „Neubaus“ aus dem Jahr 1899.

Interessant ist auch das Oktoberblatt: Dort sind die Druckerschwärze-Fabriken der Gebrüder Amelunxen am Ortsrand zu sehen. Im Hintergrund rauch jedoch noch ein weiterer Schlot ganz in der Nähe des Kirchturms. Den könne man bisher nicht einordnen, so die beiden Vertreter des Heimatvereins.

Das farbige Werk der Kalender-Manufaktur Verden ist in Wolbeck in der Buchhandlung „Buchfink“ sowie in der Leseboutique Zumegen an der Münsterstraße erhältlich und kostet 18 Euro.

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