Umkleiden bis Jahresende gesperrt
Sporthalle ab November nutzbar

Münster-Wolbeck -

Die Sanierung der Dreifachturnhalle am Schulzentrum Wolbeck kommt nur schleppend voran. Zumindest der Hallenboden soll ab dem 5. November wieder nutzbar sein. Die Umkleiden bleiben jedoch nach einem Asbest-Fund bis zum Jahresende gesperrt.

Montag, 08.10.2018, 18:00 Uhr
Die Sanierung der Dreifachturnhalle am Schulzentrum Wolbeck kommt nur schleppend voran. Zumindest der Hallenboden soll ab dem 5. November wieder nutzbar sein.
Die Sanierung der Dreifachturnhalle am Schulzentrum Wolbeck kommt nur schleppend voran. Zumindest der Hallenboden soll ab dem 5. November wieder nutzbar sein. Foto: mlü

Dass Baufirmen mehr Aufträge annehmen, als sie bewerkstelligen können, passiert immer wieder. „Aber so krass haben wir das noch bei keinem anderen Projekt erlebt“, sagt Roland Schniedenharn vom städtischen Amt für Immobilienmanagement. Die Sanierung der Dreifachturnhalle am Schulzentrum Wolbeck verzögert sich deswegen massiv. Die Bauzeit hat sich beinahe verdoppelt.

Jetzt ist ein Licht am Ende des Tunnels zu sehen: Am Dienstag soll der neue Hallenboden geliefert werden. Die Turnhalle könne am 5. November freigegeben werden. Bangen müssen die benachbarten Schulen und örtlichen Sportvereine allerdings bis zuletzt. Die Spezialfirmen kommen aus Süddeutschland und Berlin. Zuletzt war in der vergangenen Woche ein Anlieferungstermin für den neuen Turnhallenboden geplatzt. Schniedenharn: „Wenn die Anlieferung wieder nicht klappt, müssen wir neu denken.“

Kann die Stadt die Baufirmen für den schleppenden Baufortschritt haftbar machen? „Solche Verzögerungen in Euro-Beträge auszudrücken ist äußerst schwierig“, heißt es dazu aus der Stadtverwaltung. Man wolle jedoch jede Möglichkeit des Baurechtes ausschöpfen, um die Firmen in die Pflicht zu nehmen.

Der Hallenboden ist die eine Sache – der Sanitärtrakt der Dreifachhalle eine andere. Die Bauarbeiter sind bei der Sanierung unerwartet auf Asbestrohre gestoßen. Hieß es zunächst, dass die Arbeiten im September abgeschlossen werden können, müssen Sportler nun bis zum Jahresende auf Umkleiden, Toiletten und Duschen verzichten.

Also ausgerechnet während der kalten Wintermonate. „Es wäre schön, wenn man zumindest eine oder zwei Umkleiden frühzeitig freigeben würde“, schlägt Stefan Langer vom Sportverein TV Wolbeck vor.

Betroffen von der Hallensperrung seien nahezu alle Abteilungen des Vereins. „Das ist wie ein Dominoeffekt“, so Langer. Der Verein habe jedoch große Solidarität erfahren. Die Karate-Abteilung könne in Telgte trainieren und ein befreundeter Verein aus Senden habe seine Hilfe angeboten.

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