Realschüler bei der Berufsrallye
Viele Firmen machten Job-Angebote

Münster-Wolbeck -

Die Berufsrallye ist so eine Art „Turbo-Praktikum“. Anstatt mehrere Wochen in nur einem Betrieb zu arbeiten, gehen die Teilnehmer auf Tour. In Wolbeck hat die Realschule an dem Programm teilgenommen.

Mittwoch, 10.10.2018, 18:00 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 10.10.2018, 18:00 Uhr
Die Jahrgangsstufe 9 der Realschule Wolbeck wurden zum Abschluss der Berufsrallye Zertifikate verliehen.
Die Jahrgangsstufe 9 der Realschule Wolbeck wurden zum Abschluss der Berufsrallye Zertifikate verliehen. Foto: mlü

Die Zahlen sprechen für sich: Sechs Realschülern wurde nach der Berufsrallye in Wolbecker Unternehmen direkt eine Ausbildungsstelle angeboten. Weiteren sechs Schülern ein weiterführendes Praktikum im Betrieb. „Dafür hat sich der ganze Aufwand auf jeden Fall gelohnt“, sagt Michael Tomberge von der Bürgerstiftung.

Die Berufsrallye ist so eine Art „Turbo-Praktikum“. Anstatt mehrere Wochen in nur einem Betrieb zu arbeiten, gehen die Teilnehmer auf Tour. Die Schülerinnen und Schüler der Realschule Wolbeck konnten so in 14 Tagen bis zu drei Betriebe kennen lernen. Auf diese Weise lernen die Teilnehmer der Berufsrallye in schneller Folge ganz verschiedene Berufsbilder kennen. Und wenn es einem irgendwo gar nicht gefällt, kann das trotzdem nützlich sein. „Wichtig ist auch, zu erkennen, was ich nicht will“, so Tomberge.

Tomberge hat die Wolbecker Berufsrallye gemeinsam mit Mona Boge und Hans-Peter Kosmider von der Stiftung Bürger für Münster sowie dem Realschullehrer Guido Wiggerink vorbereitet. Wiggerink ist an der Realschule für die Studien- und Berufsorientierung zuständig und konnte bei der Verleihung der Berufsrallye-Zertifikate etwas über die Erfolge der Schülerinnen und Schüler berichten. So hat eine Schülerin nach dem Kurzpraktikum direkt bei einem Innenausstatter angefangen. „Und wie ich heute erfahren habe, konnte sie eine Mitschülerin als Kollegin gewinnen.“

Drei Jugendliche berichten über ihre Erfahrungen in der Fleischerei. „Am Anfang habe ich mich noch gefragt, wie das überhaupt Spaß machen soll“, erzählt einer. Nach dem Kurzpraktikum könnte er sich allerdings gut vorstellen, dort einmal als Azubi anzufangen.

„Ihr wart in der Ferienzeit intensiv für eure Zukunft unterwegs, in der andere nur abhängen. Das finde ich stark“, lobte Schulleiterin Christa Stuckenberg-Sitterberg. Mehr als 80 Prozent der 30 Wolbecker Betriebe, die an der Berufsrallye teilgenommen haben, waren mit der Pünktlichkeit und dem Benehmen der Schülerinnen und Schüler sehr bis gut zufrieden. „Damit bereitet ihr auch einen Weg für die nächste Jahrgangsstufe.“

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