21 Flüchtlinge nahmen an Umfrage teil
Sprache bleibt das Problem

Münster-Wolbeck -

Zwei Studenten der Fachhochschule Münster stellten im Pfarrheim St. Nikolaus die Ergebnisse einer Umfrage vor, die sie unter Flüchtlingen gemacht hatten.

Dienstag, 16.10.2018, 18:13 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 12.10.2018, 22:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Dienstag, 16.10.2018, 18:13 Uhr
Theresa Wollert und Lukas Sommer von der Fachhochschule Münster stellten die Ergebnisse ihrer Umfrage vor, die sie unter Flüchtlingen gemacht hatten.
Theresa Wollert und Lukas Sommer von der Fachhochschule Münster stellten die Ergebnisse ihrer Umfrage vor, die sie unter Flüchtlingen gemacht hatten. Foto: anh

Ein besonderes Treffen mit Flüchtlingen und Flüchtlingshelfern gab es im Pfarrheim St. Nikolaus: Einige der über zwanzig Teilnehmer hatten lange gewartet auf eine Umfrage wie sie von Theresa Wollert und Lukas Sommer vom Studiengang „Soziale Arbeit“ der Fachhochschule Münster durchgeführt worden war. Deren Ergebnisse wurden jetzt vorgestellt.

Nicht nur für, sondern auch mit Geflüchteten will der Arbeitskreis Flüchtlingshilfe Südost arbeiten. Zu den früh geäußerten Wünschen der Helfer gehörte, mehr zu wissen über Wünsche der Geflüchteten. Das sollte helfen, die Rolle von Helfern und Hilfsbedürftigen aufzubrechen. Sprachbarrieren bestehen fort. Auf der Veranstaltung gab es mit Ismet Nokta und Maria Elia zwei Übersetzer ins Arabische und ins Kurdische.

21 Erwachsene aus Syrien und Ägypten, darunter zwölf Frauen, waren befragt worden. Angekommen seien sie zwischen 2012 und 2017, die meisten im Jahr 2015. 3,75 Kinder haben sie im Durchschnitt. Neun gehen zur Schule, zwei suchen Arbeit, eine Person ist in einem Praktikum.

13 der Befragten wohnen in einer eigenen Wohnung, vier in einer Erstaufnahmeeinrichtung. Zwei der Letzteren teilen sich den Wohnraum mit acht weiteren Personen, heißt es. „Schwer ist die Wohnungssuche, sehr positiv dagegen das Verhältnis zu Nachbarn“, nannte Theresa Wollert zwei Ergebnisse. Einige leben in Angst um den Verlust ihres Aufenthaltsrechts und fürchten die Gefahr im Herkunftsland, sorgen sich darum, mit Terrorismus in Verbindung gebracht zu werden.

Viele wünschen sich bezahlbare Nachhilfe in Deutsch und auch mehr Kontakt zu Muttersprachlern. Denn es besteht durchaus die Angst, dass die Kinder die Muttersprache verlernen – da aber beruhigte sie Nokta aus seiner eigenen Erfahrung.

Probleme mit Schimmelbefall in Wohnungen werden genannt. Eine Helferin mahnt „bei sich selbst anzufangen“ – Kochen mit offenem Topf, Wäsche trocknen in der Wohnung, falsches Lüften nennt sie als Probleme. Wie es richtig geht, zeigt ein Faltblatt der Stadt, das in Deutsch, Englisch und Arabisch verfügbar ist.

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