CDU im Bezirk Südost veranstaltet Münsterwerkstatt zum Thema „Mobilität“
Radwege, Pendler und Tempo 30

Münster-Südost -

Zur Münsterwerkstatt mit dem Thema „Mobilität“ hatten die CDU-Ortsunionen Gremmendorf, Angelmodde und Wolbeck am Dienstagabend eingeladen. Lange Zeiträume seien in der Stadtplanung gefragt, so Christopher Festersen, seit Juni Leiter des Stadtplanungsamts, zu dem auch die Verkehrsplanung gehört. Er könne nicht, wie von der einladenden CDU angekündigt, den „Masterplan Mobilität Münster 2035 plus“ vorstellen, der entstehe erst noch, sagte er den 40 Gästen im vollen Saal des Restaurants „Strandhof“.

Montag, 19.11.2018, 18:34 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 14.11.2018, 00:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 19.11.2018, 18:34 Uhr
Auf dem Podium: (v.l.) Christopher Festersen, Franz-Josef Ruwe, Michael Geuchler, Walter von Göwels und Christoph Damwerth.
Auf dem Podium: (v.l.) Christopher Festersen, Franz-Josef Ruwe, Michael Geuchler, Walter von Göwels und Christoph Damwerth. Foto: anh

Festersen und Michael Geuck­ler vom Zweckverband SPNV Münsterland (ZVM) machten mit Zahlen viele Rahmenbedingungen greifbar und Walter von Göwels einige Hintergründe. Geuck­ler zeigte, wie die Transportzahlen im Schienenverkehr in die Höhe geschossen sind. Und diese Verdoppelung müsse mit der vorhandenen Schienen-In­frastruktur zurechtkommen. „Münster wächst, wird größer, es gibt mehr Pendler.“

Bei den Publikumsfragen kam als erstes die Art und Weise des Ausbaus der Bahnstrecke Lünen-Dortmund zur Sprache, ohne dass der Bezug zu Südost genannt worden wäre. Ein Gast kritisierte die Idee eines flächendeckenden Tempo 30 in der Innenstadt. Ein anderer schilderte, wie schwierig es ist, am frühen Morgen ohne Auto nach Münster zu kommen.

Das Spektrum der Themen oszillierte zwischen großen Trends – wie der Verstädterung – und dem schlechten Zustand des Radwegs am Schütthook. Das Thema Schütthook führte in einer Antwort von Ratsherr Heinz-Georg Buddenbäumer zu den Themen York-Kaserne und Albersloher Weg. Auf der Aufgabenliste ist der Radweg-Zustand wohl gelandet, davon zeugten Festersens Notizen und ein Nachhaken des Gremmendorfer Ratsherrn Andreas Nicklas.

Die WLE-Reaktivierung hatte der Moderator, Franz-Josef Ruwe, in der Eröffnung ausgeklammert, darum gehe es am Donnerstag im Wolbecker Schulzentrum. Dort informiert die WLE von 17 bis 21 Uhr. Im Strandhof war die WLE kein Thema.

„Überalterte Planung“ zu vermeiden, mahnte der Bürger Christoph Macholz an und nannte die Hammer Straße. Wie man solches zukünftig vermeide, fragte er. Darauf ging Festersen nicht ein. Erwähnt wurde, dass es der Stadt Münster – wie vielen anderen – an Planungskapazität mangle. Man habe aber aufgestockt.

Ratsherr Horst-Karl Beitelhoff aus Wolbeck regte an, das Zeitfenster für ein besseres Konzept der Kanalbrücke an der Wolbecker Straße zu nutzen, „und wenn es auch städtisches Geld kostet“. Die Brücke sei in der Planung des Wasser- und Schifffahrtsamt bei weiten zu schmal, während doch in der Nähe die Umgehungsstraßen-Brücke breiter angelegt sei: Ein „Nadelöhr für die nächsten 70 Jahre“ entstehe am Kanal.

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