Straßenverkehrbehörde prüft Parksituation in der Straße Am Berler Kamp
Ist die „Knöllchenzeit“ bald vorbei?

Münster-Wolbeck -

Auf Unverständnis der Anlieger stößt das Verhalten des Ordnungsamtes, das im Sackgassenbereich der Straße Am Berler Kamp Knöllchen schreibt.

Mittwoch, 05.12.2018, 21:00 Uhr
Hat dieses absolute Halteverbotsschild an der Straße Am Berler Kamp noch seine Berechtigung? Die Straßenverkehrsbehörde will das jetzt vor Ort prüfen.
Hat dieses absolute Halteverbotsschild an der Straße Am Berler Kamp noch seine Berechtigung? Die Straßenverkehrsbehörde will das jetzt vor Ort prüfen. Foto: na

Die Parksituation in der Straße Am Berler Kamp ist schon seit jeher nicht unproblematisch. Auch schon bevor sämtliche Straßen im Wolbecker Ortskern zu einer Großbaustelle zusammengefasst wurden. Parkende Autos an der rechten Straßenseite sorgen für räumliche Engpässe im Begegnungsverkehr, besonders dann, wenn Busse mit im Spiel sind.

Halteverbotsschilder machen da sicher schon ihren Sinn – allerdings nur wirklich dann, wenn auch ein Verkehrsfluss stattfindet. Und das ist, wenn die Straße nach dem letzten Umleitungsschild zur Sackgasse wird, nicht der Fall. Auf ein absolutes Halteverbot in diesem Bereich weist aber nach wie vor ein Schild hin – und es werden vom Ordnungsamt nicht selten Knöllchen verteilt, wie Fußpflegerin Andrea van de Kamp von ihrem Geschäft beobachtete hat.

Nicht nur bei ihr, sondern auch bei anderen Anliegern stößt dieses Verhalten auf Unverständnis. Auf die Frage, ob ein Verteilen von Knöllchen hier wirklich angemessen sei, sei als Antwort, wie zu hören war, von dem in Aktion befindlichen Ordnungshüter, der Hinweis auf das Verkehrsrecht gekommen. Und das verlange eben ein entsprechendes Handeln von ihm.

Womit er recht hat. Das bestätigte auf Anfrage dieser Zeitung Hendrik Weihermann, Fachstellenleiter Verkehrsüberwachung. „Wir dürfen uns über das Recht nicht hinwegsetzen“, sagte er. Allerdings lässt ihn die konkret schwierige Verkehrssituation, die derzeit in Wolbeck herrscht, nicht unberührt. „Wir werden mit Fingerspitzengefühl die dortige Lage im Auge behalten“, erklärte Weihermann. Er habe mit seinen Mitarbeitern auch schon entsprechende Gespräche geführt. Sein Amt dürfte das Verkehrsschild nicht vorübergehend außer Kraft setzen, das obliege allein der Straßenverkehrsbehörde, verweist er auf das zuständige Amt.

Und das will sich nun die Situation vor Ort einmal ansehen. Dies versicherte Werner Schulik, Fachstellenleiter bei der Straßenverkehrsbehörde. Das sei natürlich die Voraussetzung, um beurteilen zu können, ob das besagte Schild bei der derzeitigen Verkehrssituation als Sackgasse seine Berechtigung habe. So werde unter anderem geprüft, ob für Rettungswagen oder Feuerwehr der Weg frei sei.

Bleibt jetzt abzuwarten, ob in naher Zukunft vielleicht tatsächlich ein verhülltes Schild an der Straße zu sehen sein wird.

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