Zwei evangelische Gemeinden feiern Gottesdienst an drei Orten
Mit dem Bus von Kirche zu Kirche

Albersloh -

Diie evangelische Gemeinde startet am Sonntag, 27. Januar, ein besonderes Gottesdienstprojekt in drei Kirchen. Los geht es um 9.30 Uhr mit einem Stehcafé in der Albersloher Gnadenkirche. Der Gottesdienst dort beginnt um 10 Uhr. Weiter geht es mit dem Bus um 10.30 Uhr von Albersloh aus in Richtung Friedenskirche Angelmodde. Um 11.30 fährt der Bus zur Wolbecker Christuskirche. Dort beginnt um 12 Uhr der dritte Gottesdienstteil, an den sich ein Mittagessen anschließt. Um 14.30 Uhr bringt der Bus die Teilnehmer wieder zurück an die Ausgangspunkte.

Mittwoch, 09.01.2019, 00:00 Uhr aktualisiert: 10.01.2019, 15:32 Uhr
Sie freuen sich auf den Gottesdienst an drei Standorten (v.l.): Pfarrer Hartmut Hawerkamp von der Friedenskirchengemeinde, Kirchmeister Hans-Georg Klose und Pfarrer Dr. Christian Plate von der Christuskirchengemeinde.
Sie freuen sich auf den Gottesdienst an drei Standorten (v.l.): Pfarrer Hartmut Hawerkamp von der Friedenskirchengemeinde, Kirchmeister Hans-Georg Klose und Pfarrer Dr. Christian Plate von der Christuskirchengemeinde. Foto: isa-

Ein evangelischer Gottesdienst der besonderen Art findet am 27. Januar in der evangelischen Gemeinde Wolbeck-Albersloh statt: Das Eingangslied wird in der Gnadenkirche in Albersloh gesungen, die Predigt erklingt in der Friedenskirche in Angelmodde und der Schlussteil folgt in der Wolbecker Christuskirche. Jeder Gottesdienst-Teil dauert etwa eine halbe Stunde. Und wie kommt man von A nach B und von dort nach C? Ganz einfach mit einem eigens dafür organisierten Bus.

Dass das Konzept des mehrteiligen Gottesdienstes in drei Kirchen aufgeht, hat die Generalprobe im vergangenen Jahr gezeigt. „Viele Teilnehmer haben das Projekt damals positiv beurteilt und als Gewinn für ein neues Gemeinschaftsgefühl bewertet“, resümiert der Pfarrer der Friedenskirchengemeinde, Hartmut Hawer­kamp. Im Bus sei es vielfach zum lockeren Austausch untereinander gekommen.

„Es soll Wolbecker geben, die noch nie in der Gnadenkirche in Albersloh waren“, fügt sein Pfarrerkollege Dr. Christian Plate von der Christuskirchengemeinde schmunzelnd hinzu. „Es wäre aber schön, wenn alle Gemeindeglieder alle Kirchen kennen würden.“

Somit hätten sich die beiden Gemeinden darauf verständigt, den nicht alltäglichen Gottesdienst nun in jedem Jahr am letzten Sonntag im Januar zu organisieren.

Der dreigeteilte Gottesdienst zum Jahresbeginn ist eines der Elemente einer engen Kooperation, die die Friedenskirchengemeinde, die für Angelmodde und Gremmendorf zuständig ist, und die Christuskirche mit den Gemeindeteilen Wolbeck, Angelmodde-Dorf und Albersloh seit Längerem praktizieren. Hintergrund sind unter anderem Sparmaßnahmen, die die Gemeinden enger zusammenrücken lassen. Wie berichtet, war nach finanziellen Schwierigkeiten Ende 2013 die Haushaltssicherung für die Christuskirchengemeinde eingeleitet worden.

Auch auf praktischer Ebene ziehen die Gemeinden nun verstärkt an einem Strang. „Wir haben eine gemeinsame Band, Seniorengruppen und Frauenhilfe kooperieren, und unsere Gottesdienstzeiten haben wir synchronisiert, so dass gegenseitige Vertretungen möglich sind“, erläutert Pfarrer Plate. Vier Mal im Jahr tagen außerdem beide Presbyterien gemeinsam. „Wir üben schrittweise einen gemeinsamen Blick ein“, fasst es Pfarrer Hawerkamp zusammen. Und dies werde vielfach als Bereicherung empfunden.

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