Vor 40 Jahren Jugendhippenmajor
Hippenmajor mit Besonderheiten

Münster-Wolbeck -

Ein Hippenmajor, der blau-gelbe Turnschuhe und eine blau-gelbe Brille trägt, wenn er auftritt, der bei der Gala „Hippenball im Ziegenstall“ nicht auf der Bühne, sondern unten bei seinen Freunden sitzen will, für den diese Gala die erste überhaupt ist, an der er teilnimmt – es sind schon einige Besonderheiten, die sich um Dirk I. Mentrup ranken.

Samstag, 19.01.2019, 08:00 Uhr
Holz und blau-gelb ist Trumpf bei Hippenmajor Dirk I. Mentrup, auch bei den Schuhen.
Holz und blau-gelb ist Trumpf bei Hippenmajor Dirk I. Mentrup, auch bei den Schuhen. Foto: na

Und er ist der erste Hippenmajor bei der ZiBoMo überhaupt, der zuvor schon einmal Jugendhippenmajor gewesen ist. 1979 war das, als sein Onkel Hippenmajor war und ihn bat, ihm als Jugendhippenmajor zur Seite zu stehen. „Neun Jahre war ich alt“, berichtet Mentrup, Sohn von Christel und Heinz Mentrup , die bis 2001 die Gaststätte Mentrup nahe der St. Nikolaus-Kirche besaßen. „Ich bin dort praktisch aufgewachsen“, sagt der heute 48-Jährige.

Der Kontakt zur ZiBoMo war dann während der kommenden Jahrzehnte eher lose. Er habe nie der Garde oder dem Festausschuss angehört. Mit Begeisterung seien er und seine Frau Annette aber regelmäßig beim ZiBoMo-Frühschoppen gewesen, der beide besonders wegen seiner ausgelassenen, absolut fröhlichen Atmosphäre gereizt habe.

Seinen richtigen Spaß am Karneval, den habe er vor zehn Jahren auf der „Holzwurmsitzung“ in Köln entdeckt. Seitdem hat er keine Holzwurm-Sitzung mehr verpasst. „Es ist das Lebensgefühl das dort vermittelt wird, die Möglichkeit, die alltägliche Tretmühle einmal hinter sich zu lassen“, sagt er: Und das sicher nicht deshalb, wie er beteuert, weil die „Holzwurmsitzung“ von der Kölner Holzinnung organisiert wird. Hat sich Mentrup doch vor zehn Jahren als Holzkaufmann selbstständig gemacht und arbeitet zudem als Holzsachverständiger.

Ausschlagend dafür, dass aus Dirk Mentrup in der Session 2019 nun Dirk I. Mentrup geworden ist, war allein die Jahreszahl, denn seine Zeit als Jugendhippenmajor liegt jetzt exakt 40 Jahre zurück. Er sei immer wieder angesprochen worden, ob das jetzt nicht das richtige Datum sei, um Hippenmajor zu werden.

Bis die endgültige Entscheidung dann gefällt werden konnte, mussten allerdings noch einige gesundheitliche Bedenken ausgeräumt werden. Beruflicher Stress, so sagt er, habe im Dezember 2017 dazu geführt, dass er mit sehr akuten Herzproblemen ins Krankenhaus musste. Doch den Anforderungen fühle er sich nun doch gewachsen. Und seine Frau habe ihm letztendlich auch zugeredet, dass er „Ja“ gesagt habe.

An seiner Seite stehen als Adjutanten mit Henning Blees und Christian Wolbeck zwei gute, langjährige Freunde. Sie werden am Samstag ebenso zu der großen ZiBoMo-Abordnung gehören wie auch sein Sohn und Jugendhippenmajor Florian II, wenn Dirk I. Mentrup seinen Auftritt bei der Party der KG Hiltrup im VIP-Bereich des Preußenstadions hat, in blau-gelben Turnschuhen.

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