ZiBoMologen testen Hippenmajor Dirk I
Ein geprüfter Narr mit Urkunde

Münster-Wolbeck -

Wer als Hippenmajor in Wolbeck etwas gelten will, muss eine Urkunde haben. Darauf steht geschrieben, dass der Inhaber für die Narretei geeignet ist. doch die gibt es nicht einfach so. Die ZiBoMologen haben dazu eigens eine Prüfung entwickelt.

Montag, 04.02.2019, 20:13 Uhr aktualisiert: 04.02.2019, 20:20 Uhr
Über die mit Bravour bestandene Prüfung freuten sich (v.l.): Prüfer Bernd Unbehaun, Adjutant Henning Blees, Hippenmajor Dirk I. Mentrup, Adjutant Christian Wolbeck und Prüferin Sandra Droste.
Über die mit Bravour bestandene Prüfung freuten sich (v.l.): Prüfer Bernd Unbehaun, Adjutant Henning Blees, Hippenmajor Dirk I. Mentrup, Adjutant Christian Wolbeck und Prüferin Sandra Droste. Foto: Wolfram Linke

Mit einer echten Premiere haben jetzt Wolbecks Diplom-ZiBoMologen gleich zum Auftakt ihrer bei allen Hippenmajoren gefürchteten Diplomprüfung in der Wolbecker Narrenhochburg der Familie Gnegel überrascht: Zum ersten Mal überhaupt ernannte Ira Maassen, quasi die Professorin der närrischen Akademiker, mit ZiBoMo-Präsident Torsten Laumann einen Wolbecker Jecken zum Ehren-Diplom-ZiBoMologen. Damit würdigten die Dipl-Zibs das unermüdliche Engagement des Präsidenten, der seit vielen Jahren treu hinter der Intellektuellen-Theke steht, zapft und Musik auflegt.

Doch dann war erst einmal Schluss mit lustig: Vor der Tür warteten

Premiere bei den Wolbecker Diplom-ZiBoMologen: ZiBoMo-Präsident Torsten Laumann (M.) wurde zum Ehren-Diplom-ZiBoMologen ernannt.

Premiere bei den Wolbecker Diplom-ZiBoMologen: ZiBoMo-Präsident Torsten Laumann (M.) wurde zum Ehren-Diplom-ZiBoMologen ernannt.

Hippenmajor Dirk I. Mentrup sowie seine Adjutanten Christian Wolbeck und Henning Blees sowie der Kegelclub des Narrenoberhauptes und begehrten Einlass.

Getarnt als die drei Musketiere versuchte es das närrische Trio zunächst mit ein wenig Selbstbewusstsein. Doch als die erste Frage der gestrengen Prüferin Sandra Droste durch den Raum hallte, war es vorbei mit der Contenance: Drei deutsche Schlager sollte Holzhändler Dirk I. nennen, in denen „sein“ Werkstoff thematisiert wird. Ein wenig Grübelei, vermischt mit ein bisschen Schummeln und Raten – und schon präsentierte der Hippenmajor drei Lieder á la „Holzmichel“. Profiprüfer Bernd Unbehaun zeigte sich beeindruckt und stimmte – wie auch die gesamt Jeckenschar – gut gelaunt ins Liedgut ein.

Der Kegelclub als Verstärkung nutzte bei den Holzfragen denn auch nicht wirklich was. Wer weiß schon, wie und womit man Holzwürmern gekonnt den Garaus macht? „Grillen oder einfrieren“, fasste Dirk I. kurzerhand zusammen – und er wusste sogar, bei welchen Temperaturen das geht.

Doch auch das Lokalkolorit kam nicht zu kurz. „Welche Hippenmajore und Jugendhippenmajore kamen aus Gaststätten?“, wollte Sandra Droste wissen. Kein Problem für Dirk I., dessen Eltern eine Wirtschaft an der Nikolaus-Kirche hatten, allerdings hätte er beinahe sich selbst vergessen. Am Ende war´s mit Bravour geschafft. Dem Hippenmajor und seinem Gefolge war die Erleichterung über die bestandene Prüfung sichtlich anzumerken, und voller Stolz nahm Dirk I. Mentrup seine Urkunde entgegen, heißt es in einem Bericht. Der Rest war – wie häufig nach besonderen Prüfungen – eine rauschende Party.

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