„Notgruppen“ waren für zwei Jahre eingerichtet
Aus für die Übergangslösung

Münster-Wolbeck -

An dieser Entscheidung gibt es wenig zu rütteln, geht sie doch auf einen Ratsbeschluss vom 21. September 2017 zurück, in dem es heißt, dass die beiden Übergangsgruppen der Kita St. Nikolaus, die im alten Kita-Gebäude untergebracht sind, geschlossen werden müssen, sobald die zwei neuen Kitas an der neuen Grundschule und in der Petersheide fertiggestellt sind.

Mittwoch, 06.02.2019, 06:00 Uhr aktualisiert: 07.02.2019, 17:04 Uhr
Eine Übergangslösung geht dem Ende entgegen. Die Stadt forciert jetzt die Auflösung der „Notgruppen“ der Kita St. Nikolaus, die in der in Kirchenbesitz befindlichen alten Villa an der Münsterstraße noch ihr Domizil haben.
Eine Übergangslösung geht dem Ende entgegen. Die Stadt forciert jetzt die Auflösung der „Notgruppen“ der Kita St. Nikolaus, die in der in Kirchenbesitz befindlichen alten Villa an der Münsterstraße noch ihr Domizil haben. Foto: na

An dieser Entscheidung gibt es wenig zu rütteln, geht sie doch auf einen Ratsbeschluss vom 21. September 2017 zurück, in dem es heißt, dass die beiden Übergangsgruppen der Kita St. Nikolaus, die im alten Kita-Gebäude untergebracht sind, geschlossen werden müssen, sobald die zwei neuen Kitas an der neuen Grundschule und in der Petersheide fertiggestellt sind. Diese „Notgruppen“ waren auf Bitten der Stadt vor zwei Jahren eingerichtet worden.

Trotzdem kam jetzt die Bitte der Stadt, im Kindergartenjahr 2019/2020 keine über dreijährigen Kinder mehr aufzunehmen, sowohl für den Träger, die Kirchengemeinde St. Nikolaus, als auch für die betroffenen Eltern überraschend – wenn auch absehbar. Diese Kinder könnten dann, so die Verwaltung weiter, in den neuen Kitas in Wolbeck aufgenommen werden.

„Vor wenigen Monaten hatte ich den Eltern auf einer Elternversammlung noch versichert, dass wir als Träger diesen Abbau nicht forcieren würden“, erklärt Pfarrer Jörg Hagemann auf Anfrage. Eine Tatsache, die bei den Eltern zunächst Unverständnis auslöste. Ob es denn wahrscheinlich sein könnte, dass die Entscheidung der Stadt so kurzfristig beschlossen wurde, dass es Ende September noch keine Gespräche gegeben habe, hatte man sich in der Elternschaft gefragt und damit auf eine ihrer Ansicht nach mangelnde Transparenz und Kurzfristigkeit angespielt. Dass Seitens der Stadt tatsächlich erst vor wenigen Wochen die Anfrage an die Pfarrgemeinde gerichtet worden ist, bestätigte Jugendamtsleiterin Anna Pohl. Sie versicherte ausdrücklich, dass trotz des Gruppenabbaus kein Kind seinen Platz verlieren werde.

Dies ist auch ein wesentlicher Grund dafür, warum die Kirchengemeinde ihre Zustimmung gegeben hat. „Zudem wurden keine über dreijährigen Geschwisterkinder angemeldet“, ergänzt Hagemann einen weiteren wichtigen Entscheidungspunkt. Die Bedenken der Eltern, es könnten Arbeitsplätze verloren gehen entkräftete Hagemann damit, dass sich abzeichne, dass jeder betroffenen Erzieherin eine Arbeitsstelle in den Einrichtungen von St. Ida und St. Bernhard angeboten werden könne.

Er verstehe die Befürchtungen der Eltern, die durch einen Wechsel bei den Erzieherinnen hervorgerufen würden und dass die Eltern den Verlust von festen Ansprechpartnern beklagten, sagte Hagemann. „Sollten wir aber die Schließung der Gruppe hinauszögern, befürchten wir noch mehr Brüche in der Kontinuität der Betreuung der Kinder“ erklärt Hagemann weiter. Und ergänzt abschließend: „Es ist nicht die ideale Lösung, die wir gefunden haben, aber die bestmögliche.“

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