ZiBoMo-Zickensitzung
Mitmachen, Mittanzen, Mitsingen

Münster-Wolbeck -

Die „Brasil Show Köln“ präsentierte sich mit Samba-Klängen, Trommeln und Capoeira, akrobatisch und oberkörperfrei. Weil die Tänzer ihre Damen nicht mitgebracht hatten, ließen die Charmeure die Wolbecker Damen Limbo tanzen.

Sonntag, 10.02.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 11.02.2019, 17:02 Uhr
Das kam bestens an: Die Charmeure von der „Brasil Show Köln“ zelebrierten nicht nur ihren Auftritt mit Sambaklängen. Oberkörperfrei luden sie die Wolbecker Damen zu Tanz und Spiel ein.
Das kam bestens an: Die Charmeure von der „Brasil Show Köln“ zelebrierten nicht nur ihren Auftritt mit Sambaklängen. Oberkörperfrei luden sie die Wolbecker Damen zu Tanz und Spiel ein. Foto: anh

Wolbeck hat seine erste Riesen-Karnevals-Party der Session gefeiert, die Zickensitzung der Damen. Da darf der Hippenmajor nur kurz zu Gast sein, aber insgeheim war er vorher und nachher präsent: Der Spross der Familie Mentrup, Eigentümer der gerade in Fußballer-Kreisen viel vermissten VfL-Familie-Gaststätte Mentrup, gab Anlass, ein entsprechendes Schild über der Bühne aufzuhängen. Und auf der Bühne stand ein Fußballtor.

Das Programm war ganz den Damen gewidmet und traf deren Geschmack anscheinend in hohem Maße. Für Frauen, nicht unbedingt damenhaft, waren Änne von Dröpplingsens Erzählungen, gern unterhalb der Gemüse-Linie. Waren ihre Erzählungen erst einmal angelaufen, gab es reichlich zu lachen über Frauen und männliche Qualitäten wie Waschbecken-Bäuche.

Als wärs ein Präludium: Die „Brasil Show Köln“ mit Samba-Klängen, Trommeln und Capoeira, akrobatisch und oberkörperfrei. Weil die Tänzer ihre Damen nicht mitgebracht hatten, tanzten die Charmeure mit den Damen und ließen sie Limbo tanzen – das kam bestens an.

Und warum nicht eine Polonaise? Mitmachen war gefragt, auch zur Musik der „Schlagermafia“. Gut, dass die die Moderatorinnen Susanne Möllers und Christa Ebermann auch mal andere tanzen ließen: die Tanzgruppen Little Sunshines, Teens und Blau-Gelb. Viele tänzerische Feinheiten zeigten besonders die Tanzmariechen Sonja Baalmann, Johanna Beitelhoff und Lene Böckelmann, obwohl sie mit dem kurzfristigen Ausfall von Laura Schumann klarkommen mussten.

Als jüngster Mann hielt Jugendhippenmajor Florian II eine Rede. Bestens gebrieft war der Stadtprinz: Schon zum Einmarsch sprüht Leo Squillace vor Energie, donnert ein „Hipp, hipp – meck, meck“ ins Mikro, geht zum „Määäh“ in die Knie. Schon vor seinem ersten Lied stimmen Damen vor der Bühne „Azurro“ an – und er geht mit. „Che cosa facciamo?“ – Wollt ihr Singen?“

Nach so vielfältigem männlichen Charme und Betörungs-Potenzial war Zeit für eine Publikumsumfrage: „Wer kann den Wolbecker Frauen helfen?“ Resultat der (nicht repräsentativen) Umfrage war: 100 Prozent sagen: „Die XXL-fen!“

Die kamen und fesselten. Diesmal gab es nicht nur wieder eine Geschichte, sondern eine besonders spannende: Los geht’s im Ghetto, weiter mit Stars, schließlich hinein in ein Finale, das typisch Wolbeck ist: Nicht zufällig eng verwandt mit der heimatverbundenen Botschaft eines der Lieder des Hippenmajors, das die Damen so kräftig mitgesungen hatten.

Die XXL-fen-Geschichte, sie ist choreographisch und musikalisch reich ausgeschmückt, energiestrotzend getanzt, mit aufwendigem Bühnenbild und Säcken voller Requisiten. Da müssen die Augen erst mal mitkommen – der schon zuvor starke Beifall steigert sich ins Frenetische. Ein Stück zum Mitmachen fürs Publikum gab es auch hier – soweit der Platz es zuließ mit etwa 675 Damen. Zeit für Tanz zu Schlager-Musik: „Die Landeier“ inszenierten ihren Bühnenabschied – denkbar würdig bei der Zickensitzung im jecken Wigbold Wolbeck, die wohl ein neues Maß beim Mitmachen gesetzt hat.

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