Gelebte Integration hat viele Facetten
Arbeit mit breiter Beteiligung

Münster-Angelmodde -

„Der Treffpunkt Waldsiedlung möchte gern weiter in den Stadtteil hinein wirken“, so die Vorsitzende Anna-Maria Ittermann, die auf der Mitgliederversammlung des Treffpunkts Waldsiedlung wiedergewählt wurde.

Donnerstag, 14.03.2019, 07:00 Uhr aktualisiert: 14.03.2019, 16:42 Uhr
Auf viele Schultern verteilt ist die vielfältige Arbeit im Treffpunkt Waldsiedlung, stellten die Teilnehmer der Mitgliederversammlung fest.
Auf viele Schultern verteilt ist die vielfältige Arbeit im Treffpunkt Waldsiedlung, stellten die Teilnehmer der Mitgliederversammlung fest. Foto: anh

Gelebte Integration hat viele Facetten, und die muss ein Tätigkeitsbericht anschneiden: so bei der Mitgliederversammlung des gemeinnützigen Vereins „Treffpunkt Waldsiedlung“ am Dienstagabend.

272 Mitglieder zählt der Verein, wobei auch Kinder gezählt werden – das hat zu tun mit der Kooperation mit dem Stadtsportbund. „Der Treffpunkt Waldsiedlung möchte gern weiter in den Stadtteil hinein wirken“, so die Vorsitzende, Anna-Maria Ittermann . Der Treffpunkt arbeitet laut Website mit einem Dutzend verschiedener Einrichtungen im Stadtteil zusammen.

Weitergeführt wird die gut nachgefragte Nikolaus-Feier. Die Fahrrad-Werkstatt möchte der Treffpunkt wiederbeleben. Eine Gruppe für orientalischen Tanz für Frauen wird derzeit gebildet. Mentoren für die Lernwerkstatt sind gefragt. Hier wäre eine pädagogische Berufserfahrung sinnvoll, so Ittermann.

Angeregt wurde unter „Verschiedenes“ ein Aussprache-Training. Viele Migranten würden zwar gut Deutsch verstehen, aber dass sie selbst verstanden werden, werde durch ihre fehlerhafte Aussprache sehr erschweren. Große Außenwirkung erzielte eine Aktion des Nähkurses: Die Frauen stifteten eine Reihe von Herzkissen für das Brustzentrum der Barbara-Klinik in Heessen-Hamm. Der Kurs wird gefördert von der Josef-Emilien-Stiftung. Am Karfreitag lädt der Treffpunkt wieder zum geselligen Struwenessen am Bonnenkamp 73 ein. Dort trifft man sich auch für den Start der Aktion „Sauberes Münster“ am 6. April (Samstag). Zum Nachbarschaftsfest am 25. Mai gehört eine Befragung unter dem Titel „Was möchten die Leute für den Stadtteil?“

Bemerkenswert fand Kassenprüfer Jürgen Brakowsky an dem Tätigkeitsbericht, dass der Treffpunkt Waldsiedlung mit so „breiter Beteiligung“ arbeite. Die Kasse sei gut geführt, berichtete er auch im auch im Namen seines Kollegen Udo Lauterkorn. Das Vermögen ist deutlich im Plus, aber etwas geschrumpft. So solle es auch sein in einem gemeinnützigen Verein, erklärte Ittermann.

Bei den Wahlen kandidierte nur Anna-Maria Ittermann, die von Anwesenden vorgeschlagen wurde. „Ich bin sehr interessiert daran, dass ich den Verein übergebe.“ Sie freue sich, wenn jemand eingearbeitet werden könnte. Ittermann wurde einstimmig erneut gewählt. Zweite Vorsitzende ist Angelika Khellaf, Kassierer erneut Dr. Ömer Lütfi Yavuz. Als Beisitzer wählten die 15 Stimmberechtigten Heinz Brandt, Herbert Baczewski und Fetjan Al Saedi.

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