Wolbecker Verein stellte Hilfsprogramm für die kommenden Jahr vor
ÖWK beklagt „kurzsichtige Politik“

Münster-Wolbeck -

Bei seiner Entwicklungszusammenarbeit spürt der Ökumenische Eine-Welt-Kreis (ÖWK) einen Umbruch in Berlin, er selbst geht neue Projekte mit personeller Kontinuität an. Das zeigte sich am Sonntag bei der sehr gut besuchten Mitgliederversammlung im Saal des Pfarrheims St. Nikolaus in Wolbeck.

Montag, 25.03.2019, 00:00 Uhr aktualisiert: 26.03.2019, 16:24 Uhr
Auch den Haushaltsplan für 2019 bejahten die Mitglieder des Ökumenischen Eine-Welt-Kreises.
Auch den Haushaltsplan für 2019 bejahten die Mitglieder des Ökumenischen Eine-Welt-Kreises. Foto: anh

Ein negativer Punkt sei 2018 auf die Tagesordnung getreten und werde die Projekte der nächsten Jahre beeinträchtigen: Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit verteile seine Mittel „immer restriktiver“. Das sei äußerst bedauerlich und „passe leider ins Bild“ der Entwicklung des Bundeshaushalts, hieß es. Es verwundere nicht, dass der Verteilungskampf unter den Trägern, die sich in der Entwicklungsarbeit engagieren, immer härter werde. Das sei eine kurzsichtige Politik. Kaum nehme der Druck der Migration ab, da verklinge das Mantra der Fluchtursachenbekämpfung.

Der ÖWK hat fünf Projekte für 2019 vorangemeldet. Nur zwei erhielten eine Priorität A, eines Priorität B, zwei Priorität C. Letzteres trifft Projekte in Nepal, den Wiederaufbau von Schulen und den Bau von Biogasanlagen. Einiges kann der ÖWK vorläufig selbst auffangen. In Zusammenarbeit mit einem Schweizer Verein hat die dritte Stufe des Aufbaus einer Berufsschule in Nigeria begonnen.

Zügig und ohne Wechsel verliefen die Wahlen: Christoph Roer bleibt erster Vorsitzender, stellvertretende Ingrid Sieverding und Irmgard Beilmann-Roer. Beisitzer bleiben Peter Roer, Pit Alkemeyer, Agnes Runtenberg und Georg Rölver. An die Seite von Kassenprüfer Rudi Cadura tritt Tom Kircher. Zwei neue Projekte schlug der Vorstand erfolgreich vor, für die es erst seit 2020 konkret wird: Aber Projektanträge sind aufwendig – die erste Fassung des Projektantrags für eine Anschubfinanzierung eines landwirtschaftlichen Projekts in Nigeria umfasst bereits 16 Seiten. Hier soll eine Frauen-Genossenschaft einsteigen in die Produktion von Fischen, Hühnern und Schweinen. Sie sollen für eine bessere Versorgung der Region und der Berufsschule mit Proteinen sorgen und 36 Arbeitsplätze schaffen. Das zweite Projekt, 150 Kilometer entfernt, gilt dem Brunnenbau. Die Anfänge erscheinen vielversprechend.

Dennoch sagte Roer, dass sich der ÖWK „nicht in Abenteuer begeben werde“. Die Mitgliederzahl hat durch 17 neue Mitglieder „die Schallmauer von 200“ erreicht, es seien „heute 202 Mitglieder“. Einen Blumenstrauß für ihre langjährige Produktion von Adventsgesteckte erhielt Luise Leusbrock.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6496783?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F144%2F
Grundstücksverkauf im Hafen
Die Immobilie am Hafenweg 10 wollen die Stadtwerke an die dortige Erbbaurechtsgemeinschaft veräußern.
Nachrichten-Ticker