Familie Zumbusch und ihre Beziehungen zu Wolbeck
Forschung trägt reiche Ernte

Münster-Wolbeck -

Aus der Geschichtsschreibung über Wolbeck ist Ferdinand Zumbusch nicht wegzudenken, aber das Thema der Veranstaltung des Heimatsvereins am Freitagabend im Pfarrheim war weiter gefasst. Das Thema war „die Familie Zumbusch und ihre Beziehungen zu Wolbeck“.

Sonntag, 31.03.2019, 19:38 Uhr aktualisiert: 01.04.2019, 17:26 Uhr
Nachfahren eines bemerkenswerten Autors: Heinz Busch und Margit Busch-Zumbusch, Klaus und Christina Meyer zu Riemsloh sowie Heiner Bräutigam mit Ferdinand Zumbuschs Buch über die Geschichte Wolbecks aus dem Jahr 1902.
Nachfahren eines bemerkenswerten Autors: Heinz Busch und Margit Busch-Zumbusch, Klaus und Christina Meyer zu Riemsloh sowie Heiner Bräutigam mit Ferdinand Zumbuschs Buch über die Geschichte Wolbecks aus dem Jahr 1902. Foto: anh

Im Mittelpunkt stand Ferdinand Zumbusch . Er war eine Zeit lang Rentmeister beim Grafen von Merveldt, später auf Schloss Brünninghausen – aber der genealogische Bogen war weit gespannt, bis ins 13. Jahrhundert.

Denn die Zumbuschs oder „ten Buschs“ hatten schon zuvor hervorgehobene Ämter bekleidet und deswegen ist einiges gut überliefert. So hat es die Archivarbeit in Dortmund und Münster zutage gefördert. Bernhard Karrengarn präsentierte Ergebnisse seiner Forschung zusammen mit Alfons Gernholt. Zeichnungen und Gemälde, genealogische Daten, ein prächtig ausgemalter Stammbaum waren auf der Leinwand zu sehen.

Hinten im Saal lag das Original von Ferdinand Zumbuschs Geschichte Wolbecks, das er selbst als „Werkchen“ bezeichnet hat. Man durfte die 800 Seiten anfassen, mit Handschuhen. Die reiche Informations-Ernte ist auch Angehörigen der Familie zu verdanken. Einige waren teils aus der Ferne angereist: Heinz Busch und Margit Busch-Zumbusch aus Neuwied, Christina und Klaus Meyer zu Riemsloh aus Essen – Ferdinand Zumbusch war Bruder seines Urgroßvaters - und Heiner Bräutigam aus Dortmund – seine Großtante hatte Ferdinand Zumbusch geheiratet. Bemerkenswert: Der vom Heimatverein Wolbeck veranstaltete Abend hatte die Verwandten erstmals zusammengeführt.

Zumbusch, so das von ihm an diesem Abend vor gut 50 Gästen entstehende Bild, war nicht nur ein guter, das Vermögen seines Dienstherrn mehrender Rentmeister, sondern auch ein guter Zeichner und Erzähler: den Schluss des abwechslungsreichen Abends fühlten Erzählungen Zumbusch von den Eskapaden seines Herrn von Romberg, besser bekannt als der „tolle Bomberg“. Aus der nach Zumbusch benannten Straße in Wolbeck waren einige Anwohner gekommen. Zeichnungen aus „die Geschichte Wolbecks“ dienten 2017 einem Kurs in Wolbeck als Vorlage für eine r künstlerisch-kreative Verarbeitung.

Im reichen Programm des Heimatsvereins geht es weiter mit den schmücken des Maibaums auf dem Festplatz am Feuerwehrhaus, am 30. April. Eine „Wolbecker Schlagernacht“ lockt 28. Juni mit Stücken der 1950er und 1960er Jahre zum Mitsingen für alle.

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