Musikschulleiter Hans-Dieter Otto geht in den Ruhestand
Eine gelungene Überraschung zum Abschied

Münster-Wolbeck -

Ganz gerührt nahm der langjährige Leiter der Musikschule Wolbeck, Hans-Dieter Otto, die vielen Glückwünsche zu seiner Verabschiedung entgegen. Mit so einer reichhaltigen Aufwartung der Musiker, die ihn Teil seines Lebens begleiteten, hatte er wahrlich nicht gerechnet.

Montag, 01.04.2019, 07:21 Uhr aktualisiert: 01.04.2019, 17:26 Uhr
Überrascht und gerührt nahm der ehemalige Leiter der Musikschule Wolbeck, Hans-Dieter Otto (r.), die Glückwünsche seiner Mitarbeiter entgegen.
Überrascht und gerührt nahm der ehemalige Leiter der Musikschule Wolbeck, Hans-Dieter Otto (r.), die Glückwünsche seiner Mitarbeiter entgegen. Foto: hk

„Eigentlich wollte ich vorgestern nur den Schlüssel meinem Nachfolger Knud Krautwig übergeben. Das war´s, und dann kommt sowas. Mir verschlägt es die Sprache“, so Otto .

Die Überraschung gelang, die die Mitarbeiter und Freunde der Musik für Hans-Dieter Otto im Pädagogischen Zentrum vorbereitet hatten. Während das Schulorchester mit Lehrern und Erwachsenen den klassischen Part übernahm, unterhielt die Combo mit Jazz und Popmusik.

Eine seiner größten Visionen war, eine Big Band an der Musikschule Wolbeck zu etablieren. Nun hat er sie 25 Jahre geleitet und an seinem letzten „Arbeitstag“ dirigiert.

Dass Musik verbindet und den Teamgeist fördert, sprach Bezirksbürgermeister Rolf Schönlau an. Er würdigte die soziale und kulturelle Einrichtung vor Ort, die dem Schulleiter Otto zu verdanken sei. Inzwischen würden 600 Schüler wöchentlich von 30 Lehrern in 22 Fächern unterrichtet. Ein mittelständisches Unternehmen, das über einen Jahresetat von mehr als 500 000 Euro verfüge. Dass dieser Etat von Ehrenamtlichen verwaltet werde, sei nicht selbstverständlich und fordere höchsten Respekt, würdigte Hans-Dieter Otto die Vorstandsarbeit mit Marita Nover als Vorsitzende.

Viele Veränderungen habe es in seiner 35-jährigen Zeit als Leiter der Musikschule gegeben, neue Konzepte wegen der Ganztagsschule machten neue Unterrichtsorte erforderlich.

Musik habe viel Raum in seinem Handorfer Zuhause eingenommen. „Meine Telefonnummer stand auf dem Briefkopf, und vor dem Internetzeitalter nahm man davon reichlich Gebrauch, sogar an Heiligabend“, sagte Otto.

Es habe unter den vielen Tönen auch schlechte gegeben, aber „was nicht gut klingt, kann trotzdem gut gemeint sein.“

Gut klang das letzte Stück „Birdland“ seiner Big Band. „Wir spielen es volle Möhre“, nahmen die Musiker seinen Wortlaut auf.

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