„Sprachen können Türen öffnen“
Alles dreht sich um Europa

Münster-Wolbeck -

Ein Projekt am Wolbecker Gymnasium steht ganz im Zeichen einer besseren sprachlichen internationalen Verständigung.

Donnerstag, 11.04.2019, 17:00 Uhr aktualisiert: 11.04.2019, 17:48 Uhr
Der Blick in Runde zeigt: Die Schülerinnen und Schüler sind mit großem Interesse dabei, was die die Europafahne schwenkenden (v.l.) Björn Edsen, Anja Kasper und Rüdiger Klemm sichtlich freut.
Der Blick in Runde zeigt: Die Schülerinnen und Schüler sind mit großem Interesse dabei, was die die Europafahne schwenkenden (v.l.) Björn Edsen, Anja Kasper und Rüdiger Klemm sichtlich freut. Foto: na

Der Europagedanke ist derzeit das beherrschende Thema nicht nur in der politischen Öffentlichkeit. Dabei ist die Krisensituation der EU nicht nur durch den Brexit hervorgerufen, sondern auch durch viele Streitigkeiten und Uneinigkeiten zwischen den Regierungen der Mitgliedsstaaten. Eine Verbesserung der Völkerverständigung auf den verschiedensten Ebenen könnte den Spannungen abträglich sein, ein Ansatz, der besonders auf schulischer Ebene in der Vergangenheit immer mehr Widerhall gefunden hat.

So setzte sich in einem fächerverbindenden Projekt am Gymnasium Wolbeck, das sich bereits seit zehn Jahren Europaschule nennen darf, eine Schülergruppe mit der Identität Europas unter dem Blickwinkel interkultureller Aspekte auseinander. Dabei standen die Sprachen Englisch, Französisch und Spanisch im Vordergrund, aber auch die Sozialwissenschaften waren mit im Boot. Vor diesem Hintergrund beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler auch mit den Klischees einzelner Länder, die es mehr oder weniger ausgeprägt gibt. Besonders ins Augenmerk nahmen die Schüler dabei Dänemark, Italien, England, Spanien, Frankreich und Deutschland.

Höhepunkt und Abschluss des Projektes, das von Lehrerin Anja Kaspar sowie den Lehrern Björn Edsen und Rüdiger Klem geleitet wurde, war der Besuch von sechs Sprachassistenten aus vier verschiedenen Ländern (Frankreich, Spanien, Irland und den USA). Sprachassistenten sind Studenten aus dem Ausland, die für acht Monate an deutschen Schulen in ihrer Sprache unterrichten. Soweit zum nötigen Sprachverständnis, das nun von den Schülern gefordert wurde, die in einzelnen Gruppen Interviews mit den Sprachassistenten führen mussten. Ein vorbereiteter Fragebogen war natürlich sehr hilfreich.

Mit Spannung wurden Antworten darauf erwartet, was dem oder der Befragten in Deutschland gefällt oder nicht gefällt. Wissen wollten die Gymnasiasten aber auch, welches deutsche Wort ihrer Meinung nach am witzigsten sei.

„Für mich war es wichtig, dass ich mitbekommen habe, dass Spanisch und Französisch doch gar nicht soweit auseinanderliegen“, meinte Vincent Schwab und sein Nachbar Otto Hiegemann, eher auf Sozialwissenschaften verlegt, erklärte, dass ihm die Sprachen jetzt alle offener vorkämen.

Aussagen, die bei Anja Kasper echte Freude auslösten, liegt doch für die Gymnasiallehrerin ein Schwergewicht darauf, dass sich die Schülerinnen und Schüler verstärkt trauen, in einer Fremdsprache zu kommunizieren. Und das möglichst gemeinsam, sagt sie. Für sie habe es sich wieder gezeigt, dass Sprachen Türen öffnen können.

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