Johannes Loy sprach über Journalismus im Wandel
Tiefe Einblicke in die Medienlandschaft

Münster-Wolbeck -

Die Medienlandschaft befindet sich im Zeitalter der Digitalisierung im Umbruch. Das hat auch Auswirkungen auf den Journalismus heute. Darüber referierte Johannes Loy, Feuilleton-Chef der Westfälischen Nachrichten/Zeitungsgruppe Münsterland, beim Awo-Treff in Wolbeck. Loys Plädoyer: „Eine funktionierende Medienlandschaft mit tüchtigen Journalisten zählt zum Fundament lebendiger Demokratie!“

Freitag, 07.06.2019, 00:00 Uhr aktualisiert: 10.06.2019, 16:26 Uhr
Johannes Loy sprach über den Journalismus im Wandel.
Johannes Loy sprach über den Journalismus im Wandel. Foto: anh

Die Medienwelt wandelt sich, Journalisten verändern sich mit: Im Awo-Treff sprach Johannes Loy , Ressortleiter des Feuilletons der Westfälischen Nachrichten , über „Medien im Umbruch“. Seinen ersten Artikel lieferte Loy 1983 als Student ab, 1988 begann sein Volontariat mit Stationen in Sendenhorst/Drensteinfurt und Nottuln/Havixbeck. Fotos wurden selbst entwickelt, Busse und Boten brachten das Material nach Münster.

Die ersten Computer kamen 1989, aber es dauerte noch bis Mitte der 1990er Jahre, bis die Technik auch ein Ganzseiten-Layout ermöglichte. Dann gingen die WN online. Hektischer sei das journalistische Arbeiten geworden. Die anfängliche „Kostenlos-Kultur“ des Internets bereite Medienhäusern bis heute Probleme. Die Marktkonzentration lasse die Zahl der Zeitungen schrumpfen, auch die publizistische Vielfalt. Die Einführung des Mindestlohns für Zeitungsausträger habe die Verlage finanziell „schwer getroffen“, sagte Loy.

Der Kulturredakteur wies auf stärkere Beteiligung der Leser hin. Die Redaktion versuche, Debatten anzustoßen. Der Leserbrief bleibe wichtig: „Schreiben Sie, schreiben Sie prägnant!“ Intensiv kümmere sich die Redaktion darum, Schülern die Zeitung nahezubringen. Täglich seien Besuchergruppen im Medienhaus zu Gast. Hauptaufgabe der Journalisten bleibe es, Nachrichten „zu sortieren, einzuordnen, dem Leser ein griffiges Informationspaket zu bieten“. Eine funktionierende Medienlandschaft mit tüchtigen Journalisten sei „Fundament lebendiger Demokratie“, bilanzierte Loy.

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