„Ein schönes Gefühl“
Bernhard Thamm und Timo Sandfort siegen beim Vogelschießen

Münster-Wolbeck -

Die St.-Achatius-Nikolai-Bruderschaft in Wolbeck hat neue Könige: Im Gegensatz zum vergangenen Jahr gelang es dem neuen König der Achatius-Bruderschaft, Bernhard Thamm, schon beim 173. Schuss, den Vogel zu Fall zu bringen. Sieger der Nikolai-Schützen wurde Timo Sandfort.

Sonntag, 16.06.2019, 17:41 Uhr
Die neuen Majestäten Bernhard Thamm (2.v.l.), Kinderkönig Konstantin Gottschall (Mitte) und Timo Sandfort (2.v.r.) in vollem Ornat.
Die neuen Majestäten Bernhard Thamm (2.v.l.), Kinderkönig Konstantin Gottschall (Mitte) und Timo Sandfort (2.v.r.) in vollem Ornat. Foto: hk

Es ist immer wieder ein schöner Anblick und ein jahrzehntelanger Brauch zugleich, wenn die proklamierten Könige der St.-Achatius-Nikolai-Bruderschaft im Drostenhofpark nach dem „Büschken“-Anstecken in festlicher Montur gemeinsam zur Königsparade aufmarschieren. Zumal bei gutem Wetter: Das war nämlich am Samstag beim Königsschießen im ab-gesperrten Teil des Tiergarten am Juffernkamp nicht selbstverständlich.

Im Gegensatz zum vergangenen Jahr gelang es dem neuen König der Achatius-Bruderschaft, Bernhard Thamm , schon beim 173. Schuss, den Vogel zu Fall zu bringen. Im regen Wettstreit mit Ralf Strämmer, Martin Grass und Frank Glashörster konnte er sich schließlich durchsetzen. „Ich wollte in den vergangenen 25 Jahren schon immer einmal König werden.“, sagte der Nachfolger von Ulrich Fischer, der im Vorjahr ganze 414 Schuss benötigte. Schließlich war Thamm 1994 König der Nikolai-Bruderschaft, die sich seit 2014 zu einer gemeinsamen Bruderschaft mit der Achatius zusammengeschlossen hatte.

Zusammen mit seiner Frau Christiane wird er für ein Jahr die Regentschaft über die Bruderschaft übernehmen und damit gleichzeitig einige karitative Verpflichtungen. Das unterscheidet die Bruderschaft von anderen Schützenverein. Bemerkenswert ist außerdem, dass das Schießen der Insignien keine Bedeutung in der Bruderschaft hat und auch nicht dokumentiert wird.

„Ein schönes Gefühl“, freute sich Timo Sandfort über seinen 92. Schuss, als der Nikolai-Vogel von der Stange fiel. „Wir waren zu Dritt im Ring mit Benjamin Jellonek und Grant Lopez“, so der 19-Jährige, der Berit Markfort zu seiner Königin auserwählt hatte.

Kinderkönig wurde der zehnjährige Konstantin Gottschall, der den Vogel mit einer Kunststoffluftdruckpistole von der kindgerechten Rute herunter holte.

Nach dem Aufmarsch im Innenhof des Drostenhofs sprach er im Drostenhof seine Dankesworte aus.

Historisch gewachsen ist auch der Fahnenschlag nach dem Aufmarsch der Könige. Nach den Dankesworten von Oberst Willi Horstrup brachte Fahnenoffizier Oliver Zirpins gekonnt die traditionellen Fahnenfiguren zu Ehren Franz-Pius Graf von Merveldt im Beisein seiner Frau Sonja und Nichte Sylvia von Lindeiner wie auch in Erinnerung an den Sieg über die Wiedertäufer unter Anführer Dirk von Merveldt.

Dazu merkte Franz Pius Graf von Merveldt an, dass die Wiedertäufer, die die Bruderschaft bedeutend gemacht hatten, heute in Mennonitengemeinschaften in Amerika und Holland weiter leben – allerdings ohne die Exzesse, für die sie in Münster bekannt geworden sind. Merveldt lobte die an 40 Stellen aufgehängten Fahnenträgerhalter im Wigbold, die von der Bruderschaft gesponsert wurden.

Ehe es am frühen Abend zum Festzelt ging, schlugen Volker Böckmann und Marc Ebert im Beisein des Spielmannszuges Wolbeck der Freiwilligen Feuerwehr und der Blaskapelle Ascheberg ihre traditionellen Fahnen zu Ehren der neuen Königspaare.

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