Forum „Stadt-Landschaft“ in Wolbeck
Stadtentwicklung braucht Diskussion

Münster-Wolbeck -

Wie soll sich Münster in der näheren und ferneren Zukunft entwickeln? Dazu finden in verschiedenen Ortsteilen Foren zu unterschiedlichen Themen statt. In Wolbeck ging es um das Thema „Stadt Landschaft“.

Donnerstag, 27.06.2019, 15:46 Uhr aktualisiert: 28.06.2019, 12:04 Uhr
Brachten Anregungen für Forums-Teilnehmer an Tischen und im Publikum: Pieter van der Kooij, Cord Petermann, Gerd Aufmkolk, Stadtbaurat Robin Denstorff und Henrik Schultz.
Brachten Anregungen für Forums-Teilnehmer an Tischen und im Publikum: Pieter van der Kooij, Cord Petermann, Gerd Aufmkolk, Stadtbaurat Robin Denstorff und Henrik Schultz. Foto: Andreas Hasenkamp

Bei den „Stadtforen“ des Zukunftsprozesses „Münster-Zukünfte 20-30-50“ ging es am Mittwoch im Bildungszentrum der Landwirtschaftskammer in Wolbeck um die „Stadt-Landschaft“. Das Versprechen ist, dass die Äußerungen bei den Foren in die Arbeit am Integrierten Stadtentwicklungskonzept einbezogen werden und somit in eine „Münster-Strategie“ münden.

Die Vielfalt der Perspektiven war in zwei Schichten organisiert. Unterschiedliche Gruppen waren an fünf Tischen mit hochrangigen Vertretern gebündelt: Wissenschaft; Stadtverwaltung; Verbände, Institutionen, Unternehmen; sozial- und umweltorientierte Einrichtungen; vielfältige Stadtgesellschaft, zusammen 25 Personen. Außerdem konnte sich das 28-köpfige Publikum beteiligen. Darin war die Landwirtschaft vertreten, dazu Bürger aus Wolbeck und Umgebung und der Innenstadt.

Orientierung und Anregung bekamen Tische und Publikum von vier externen Experten: dem Landschaftsplaner Prof. Dr. Henrik Schultz, dem Landschaftsarchitekten Prof. Gerd Aufmkolk, dem Stadtplaner Pieter van der Kooij und dem Sozialökonom Prof. Dr. Cord Petermann. Mehrere von ihnen brachten Erfahrungen aus Planungen in Münster mit, vor allem aber aus anderen Städten wie Köln, München und besonders Freiburg: Freiburg sei von Struktur und Dynamik her gut mit Münster vergleichbar, betonte der Stadtplaner Professor Klaus Selle .

Für die Teilnehmer an den Tischen gab es eine Arbeitspause im Sinne einer Pause im Forum, für die Arbeit an den Tischen. Dort wurde trotz drückender Hitze auch nach drei Stunden noch rege diskutiert. Ihre Sprecher betonten: Nachverdichtung ist differenziert zu betrachten; Stadtentwicklung braucht Diskussion; es ist richtig, verschiedene Perspektiven in ein Forum zu holen, auch die Landwirtschaft; Siedlung und Freiraum sollen inte­griert betrachtet werden.

Es folgen weitere Foren zu folgenden Themen: Leistbares Wohnen (4. Juli); Facetten ökonomischer Stärke (29. August); Stadt-verträgliche Mobilität (18. September); Stadt in der Balance (1. Quartal 2020).

Auch die Resultate des Stadtforums „Münsterische Stadtlandschaft“ werden von Selle und Professor Kunibert Wachten fachlich durchgearbeitet und möglicherweise in ein Konzept gestellt. Es soll präsentiert und zur Diskussion gestellt werden, sagt Prof. Thomas Hauff, eventuell Ende 2019. Bei dem Forum habe man sich „über Leitplanken verständigt“, und zwar unter Beteiligung vieler unterschiedlicher Gruppen. So könne man „integriert denken“. Hauff erwartet, es werde „konflikthafter werden, wenn wir konkreter werden“.

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