Gymnasium Wolbeck
Abi-Endstation mit vielen Anschlüssen

Münster-Wolbeck -

„ABI Potter – zwölf Jahre durchgemuggelt“. 108 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Wolbeck haben jetzt ihre Abi-Zeugnisse in der Tasche.

Sonntag, 30.06.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 02.07.2019, 18:20 Uhr
Aufmerksam und gut gelaunt verfolgen die Abiturienten des Wolbecker Gymnasiums die Zeremonie ihrer Verabschiedung in der Stadthalle in Hiltrup
Aufmerksam und gut gelaunt verfolgen die Abiturienten des Wolbecker Gymnasiums die Zeremonie ihrer Verabschiedung in der Stadthalle in Hiltrup Foto: hk

Am letzten Schultag im April habe das Gymnasium Wolbeck einer Filiale von Hogwards geglichen, nur mit der Ausnahme, dass dort auch „Muggel“ toleriert würden.

Mit ihrer Ansprache zur Verabschiedung der Abiturientia in der Stadthalle Hiltrup nahm Schulleiterin Edith Verweyen-Hackmann Bezug zum aktuellen Motto „ABI Potter – zwölf Jahre durchgemuggelt“. Wobei die „Muggel“ ganz normale Schüler waren in einer Parallelwelt mit Zauberern und Hexen, geleitet von einer Oberhexe und überragt vom Zaubereiministerium im fernen Düsseldorf.

Obwohl das Wort „Muggel“ auch negativ belastet sein könne, hätten sich die Schüler, von Gleis 9 3/4 gestartet, während ihrer acht- oder neunjährigen Gymnasialzeit zu fertigen Persönlichkeiten entfaltet und sich zu Höchstleistungen anspornen lassen.

Bei einem Notengesamtdurchschnitt von 2,27 lag das Gymnasium Wolbeck wieder deutlich über dem Landesdurchschnitt der vergangenen Jahre.

Insgesamt haben 32,4 Prozent eine „Eins“ vor dem Komma, das sind 35 Schüler von 108. Besondere Lernleistungen hat es in dieser Stufe in den „MINT“-Fächern gegeben. Preise erhielten Mustafa Massoudi, Ann-Kathrin Reisener und Hannah Neuwirth.

Auch Erfolge der Teilnehmer an den Zusatzkursen Sozialwissenschaften am 66. Europäischen Landeswettbewerb stärken das Europa-Profil des Gymnasiums Wolbeck. Weitere Bausteine im Schulprogramm waren die Auseinandersetzung mit dem Holocaust, die SV-Arbeit und die musikalische Ausgestaltung des Bläserensembles, des Oberstufenchors und des Schulorchesters. Diese haben die Abiturfeier mit vielen Arrangements gestaltet.

Besonders dankte Verweyen-Hackmann den Lehrerinnen Leimbach und Böhnke vom Kant-Gymnasium für die Zusammenarbeit in den Fächern Sozialwissenschaften und Französisch.

Die Schulleiterin wünschte den Abiturienten „Pottersche Prägemale“ wie Toleranz, Empathie- und Gemeinschaftsfähigkeit, selbstständiges Lernen und Wer-tebildung. „Als Harry Potter loslief am Gleis 9 3/4 wusste er zwar, wo es hinging. Ihm war aber klar, dass er in eine neue, für ihn fremde Welt eintauchen würde. Kommen Sie dort gut an und melden Sie sich hin und wieder von unterwegs!“

Frei zu sein, den inneren Impulsen gehorchend, diese Fähigkeit wünschte Elternvertreterin Anne Steinbach den Abiturienten. Während Zugbegleiter Jan Hitzler-Spital und Dr. Nils Voelzke an der Endstation der Bahn angekommen, den jungen Menschen viele Anschlussmöglichkeiten aufzeigten.

Stufensprecher Julius Borgmann und Kilian Sentker blickten humorvoll auf ihre Schulzeit zurück, die Moderation des Nachmittags in der Stadthalle übernahmen Lene Böckelmann und Matthes Haese.

Den Gottesdienst in der St. Bernhard-Kirche gestaltete Pastorin Kathrin Neuhaus-Dechow und Schulseelsorgerin Christina Stoll.

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