Standort noch nicht festgelegt
Fertigbauklassen als Provisorium

Münster-Wolbeck -

AmWolbecker Schulzentrum werden zwei weitere Fertigbauklassen aufgestellt. Das beschloss der Rat auf seiner Sitzung am Mittwochabend.

Donnerstag, 04.07.2019, 21:00 Uhr
Zusätzlich zu den vier Fertigbauklassen der Hauptschule und den vier Fertigbauklassen der Realschule werden noch zwei weitere Fertigbauklassen am Schulzentrum aufgestellt. Wo, ist noch nicht entschieden.
Zusätzlich zu den vier Fertigbauklassen der Hauptschule und den vier Fertigbauklassen der Realschule werden noch zwei weitere Fertigbauklassen am Schulzentrum aufgestellt. Wo, ist noch nicht entschieden.

Die Zeit, in der der akute Raummangel am Wolbecker Schulzentrum nicht mehr durch die Aufstellung von Containern und Fertigbauklassen abgemildert werden soll, ist noch nicht vorbei: Auf seiner Sitzung am Mittwochabend beschloss der Rat der Stadt Münster die Errichtung von weiteren zwei Fertigbauklasse, deren genauer Standort allerdings noch geklärt werden muss. Damit scheint die Umsetzung der 2017 durch die Stadt erstellten Machbarkeitsstudie, in der die notwendigen baulichen Erweiterungen unter anderem am Wolbecker Schulzentrum ermittelt worden waren, immer weiter in die Ferne zu rücken. Obwohl bereits zwei verschiedene, sehr detaillierte Szenarien der baulichen Entwicklung aufgestellt worden waren. Je nachdem, ob sich das Gymnasium für eine Rückkehr zum G9-Abitur entscheiden würde oder nicht, weil das natürlich Auswirkungen auf die Zügigkeit der Schule hat, was wiederum baulich zu berücksichtigen ist.

Wie jetzt auch abzuwarten bleibt, welche Auswirkungen die momentan im Schulamt diskutierte Einrichtung der dritten städtischen Gesamtschule sowie eines neuen Gymnasiums auf den Kapazitätsbedarf besonders des Wolbecker Gymnasium haben wird, denn dieses neue Gymnasium könnte durchaus seinen Standort in Gremmendorf haben, wie Schulamtsleiter Klaus Ehling erläuterte.

Der Beschluss, für insgesamt 500 000 Euro zwei Fertigbauklassen zu errichten, dient jetzt in erster Linie dazu, möglichst schnell eine Entschärfung des Raummangels zu erreichen. „Solche Interimslösungen zu schaffen, macht keine Freude“, betonte Ehling, der noch einmal am Beispiel der G8- beziehungsweise G9-Entscheidungen der Schulen deutlich macht, mit welchen Problematiken die Planer zu kämpfen haben. Verfügte das Gymnasium Wolbeck seit zwei Jahren bereits über ein entsprechendes Szenario, musste für die anderen Gymnasien erst eine solche Planung erstellt werden.

Zugestanden wird in der Begründung der Verwaltung für ihren Beschlussvorschlag, dass unstrittig aktuell ein Raumdefizit bestehe. Es fehle dringend Raum für Schulsozialarbeit, Differenzierung, Verwaltung, Besprechung sowie Beratung. Besonders die Realschule benötige dringend zusätzlichen Raum für die Differenzierung, wie Ehling betonte. Intensive Gespräche mit den Schulleitungen hätten, so heißt es, dazu geführt, dass das bestehende Raumdefizit in Abstimmung zwischen Realschule und Hauptschule auf ein erträgliches Maß reduziert werde.

„Wir können und müssen natürlich mit diesem Provisorium zunächst einmal leben“, sagte Christa Stuckenber-Sitterberg, Leiterin der Realschule. Edith Verweyen-Hackmann, Leiterin des Gymnasiums, will die Hoffnung nicht aufgeben, dass die Machbarkeitsstudie irgendwann doch einmal umgesetzt werde.

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