Einige Baumaßnahmen waren erforderlich
Viele haben mit angepackt

Münster-Wolbeck -

Im August 2019 feiert die Kita „Die Angelstrolche“ ihr 25-jähriges Bestehen. Entstanden ist sie in einer Zeit, als es wenig Kitas gab in Münster, aber ihre erste Bürgermeisterin, Marion Tüns, damit begann, den Bau von Kitas zu fördern.

Samstag, 20.07.2019, 06:00 Uhr
Sie kann bis in die Anfänge des „Stammbaums“ der Wolbecker Kita „Die Angelstrolche“ zurückblicken: Kornelia Stockel.
Sie kann bis in die Anfänge des „Stammbaums“ der Wolbecker Kita „Die Angelstrolche“ zurückblicken: Kornelia Stockel. Foto: anh

Der Bedarf war also groß, und auch die Ideengeberin Kornelia Stockel hatte 1993 im Sinn, eines ihrer Kinder dort unterbringen. Die gelernte Kinderkrankenschwester war schon einige Jahre lang zwischendurch privat als Tagesmutter aktiv geworden, im Freundeskreis. Nun gründete sie den Verein mit – und arbeitet bis heute dort als Erzieherin. Erster Vereinsvorsitzender und Leiter wurde Daniel Feldmann , ein Erzieher. Hinzu kam als Fachkraft Birgit Düdder.

„Die Angelstrolche“ heißt die Kita, obwohl die Angel weit entfernt von ihrem Standort an der Zumbuschstraße dahinplätschert. Der Name entstand, als die Gründer noch hofften, Räumlichkeiten in Angelmodde zu finden – nahe der Angel. Wichtiger als der genaue Standort war es für Stockel, eine altersgemischte Gruppe aufzubauen. „Die Kleinen lernen von den Großen, die Großen nehmen Rücksicht auf die Kleinen.“

Am jetzigen Standort hatte der Eigentümer schon geplant, das Gebäude hinter dem ehemaligen Lebensmittelladen Edelkötter in Apartments umzuwandeln. Der Laden wich einem Fitnessstudio, und dessen Sauna wurde bald zur heutigen Küche der Kita. Durch diese und andere Baumaßnahmen genügten die Räume schließlich auch den Anforderungen des Jugendamtes. Wichtig war auch ein geschütztes Außengelände.

Und es war eine ausreichende Anzahl an Kindern nötig und das im richtigen Verhältnis von über und unter Dreijährigen. Sieben mussten jünger sein, acht älter. Das aber sei kein Problem gewesen, erinnert sich Stockel. „Es spricht sich dann auch herum. Wir haben nie Probleme gehabt, für die Kita Kinder zu kriegen.“ Aus manchen Familien kamen hintereinander mehrere Kinder in die Kita. Eine Familie brachte alle vier bei den Angelstrolchen unter. Das Einzugsgebiet reichte Richtung Hiltrup bis zum Osttor, die meisten kamen aus Angelmodde und Wolbeck, einige aus Gremmendorf.

Mit angepackt haben die Eltern und Gründer häufig. Vor dem Erstbezug galt es auch, zu tapezieren und zu streichen. Auch bauliche Probleme stellten sich ein, mitunter mussten die Kinder eine andere Bleibe finden. Einmal gab es einen Wasserrohrbruch. Da kamen sie für zwei Wochen im damaligen Angelmodder Pfarrheim unter: „Ich fand das schön da“, erinnert sich Stockel. Vor wenigen Jahren fielen die Räume länger aus. Mit Glück fanden sie Aufnahme in der Kita „Am Schulzentrum“ – für ein halbes Jahr.

Stockel hat alles von Beginn an miterlebt – aber bald ist Schluss: „Nächstes Jahr gehe ich in Rente.“ Das wird ein Einschnitt.

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