Schwimmfreunde können aufatmen
Änderungsantrag hatte Erfolg

Münster-Wolbeck -

Das Bäderkonzept der Verwaltung der Stadt Münster hatte eine drastische Einschränkung der Öffnungszeiten des Wolbecker Hallenbades vorgesehen.

Mittwoch, 31.07.2019, 08:00 Uhr
Die Türen des Wolbecker Hallenbades werden auch weiterhin zu den gewöhnten Öffnungszeiten für die Allgemeinheit offen stehen.
Die Türen des Wolbecker Hallenbades werden auch weiterhin zu den gewöhnten Öffnungszeiten für die Allgemeinheit offen stehen. Foto: na

„Uns gefiel das einfach nicht“, sagt Andreas Nicklas , CDU-Ratsherr aus Gremmendorf. Sah doch das neue, sehr umfangreiche Bäderkonzept der Verwaltung der Stadt Münster eine drastische Reduzierung der Öffnungszeiten des Hallenbades für die allgemeine Öffentlichkeit vor: Dienstags zwischen 15 und 20 Uhr, donnerstags zwischen 14 und 18 Uhr und freitags zwischen 6.30 und 8 Uhr sowie zwischen 13 und 15 Uhr sollten die Türen für die allgemeine Öffentlichkeit geschlossen bleiben.

Insbesondere seien von diesen Planungen, wenn sie sich durchgesetzt hätten, Familien mit Kindern betroffen gewesen, sagt Nicklas. Was natürlich in keiner Form den Interessen nicht nur seiner Partei entspräche. Nicht zuletzt vor diesem Hintergrund hatte es auf der Sitzung der Bezirksvertretung Münster-Südost am 18. Juni herbe Kritik an dieser Vorlage der Verwaltung gegeben.

Nach einigen Diskussionen hatten sich die Bezirksvertreter dann mehrheitlich auf einen Änderungsantrag geeinigt. In ihm wird die Verwaltung aufgefordert, den geplanten Entfall der Öffnungszeiten komplett zurückzunehmen. „Oder“, so heißt es, „sie werden durch andere Angebote kompensiert. Die Verwaltung wird aufgefordert entsprechende Pläne vorzulegen.“ Als „mehrheitlich geändert beschlossen“ ging von der BV-Südost dann die Vorlage mit dem Titel „Eine attraktive Bäderlandschaft für Münster“ in den Sportausschuss, der am 2. Juli tagte.

„Hier ging der Änderungsantrag der BV-Südost dann glatt durch“, berichtet Nicklas, der Mitglied im Sportausschuss ist. Kein größeres Hinterfragen habe stattgefunden, so Nicklas. Ein Zeichen dafür, dass hier ein sehr berechtigter Änderungsantrag eingebracht worden sei. „Es muss uns allen doch daran liegen, dass insbesondere Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit geboten wird, aus freien Stücken Schwimmen zu erlernen“, sagt er. Ein sehr berechtigter Hinweis, denn über das Bewegungsdefizit, wie es insbesondere bei Kindern herrscht, besteht aus wissenschaftlicher Sich anerkanntermaßen kein Zweifel.

In der entscheidenden Ratssitzung, die einen Tag nach der Sitzung des Sportausschusses stattfand, stand eine Mehrheitsfindung für den Änderungsantrag dann auch nichts im Wege. „Er ging glatt durch“, so Nicklas.

Für die Schwimmfreudigen in der Bevölkerung zweifelsohne eine gute Nachricht, die, wenn sie nicht eingetroffen wäre, möglicherweise bei so manchem für großen Unmut und Protest gesorgt hätte, der nun aber vermieden werden konnte.

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