„Trompetenbaum und Geigenfeige“
„Das spricht für Wolbeck“

Münster-Wolbeck -

Jazz- und Blues-Klänge vor der Kulisse des Drostenhofes. Das kommt an. Der Zuschauerzuspruch am Sonntagnachmittag übertraf alle Erwartungen.

Montag, 05.08.2019, 11:00 Uhr aktualisiert: 07.08.2019, 17:26 Uhr
Rupert Pfeiffer, Gerd Gorke und Günter Leifeld brachten die 1920er bis 1959er in den historischen Drostenhof.
Rupert Pfeiffer, Gerd Gorke und Günter Leifeld brachten die 1920er bis 1959er in den historischen Drostenhof. Foto: anh

Nicht jeder Ort kann Ort eines Konzerts im Rahmen der Reihe „Trompetenbaum und Geigenfeige“ sein, und die ausgewählten müssen sich dann noch beweisen. Etwa durch die Zuschauerzahl.

Für den Wolbecker Drostenhof war der Sonntagnachmittag die Probe, mit dem Das Trio „Hootin‘ the Blues“:   Rupert Pfeiffer (Gesang, Akustikgitarren, Dobro) – erst 32 Jahre dabei, Gerd Gorke (Gesang, Harmonicas, Ukulele) und Günter Leifeld (Gesang, Banjo, Mandoline, Lapsteel-Gitarren, Dobros, Akustikgitarren) – beide 33 Jahre dabei. 250 Karten seien vorgesehen gewesen, so Patrick Pieper vom Veranstalter Münsterland e.V., etwa 400 wurden verkauft – „das  spricht für Wolbeck“.

Kein Wunder, dass zu den acht Sitzreihen noch acht Steh-Reihen hinzukamen. Bis zum Torhausstand oder saß man auf dem Boden, auch mal ohne Schuhe, auch der Raum bis zum Eingangstor war gut gefüllt. Die Sonne schien, wenn auch gemäßigt, so doch warm, doch auch die Gäste außerhalb des Schattens sparten nicht mit Applaus. Und das gleich beim ersten Stück, und das schon mittendrin bei den ersten virtuosen Einsprengseln.

Und die waren häufig. „Going down slow“ schraubte die Stimmung im Nu hoch, das Trio begeisterte mit „Just because“, bei „Shimming like Kate“ konnte man sich den Tanz vorstellen und das bekannte „Lonesome train“ ist ein Dauerbrenner auch bei Sonnenschein.  Der zweite Teil hielt „Collector man” bereit, “Can’t be satisfied”, den „Mistery train” und zum Finale „Can’t judge a book by its cover” – reichlich Gelegenheit für flinke Fingen und Lippen an Saiteninstrumenten und Mundharmonika gab es dieser beschwingenden Musik der 20er- bis 50er-Jahre: Country-Blues, Ragtime, Jazz und Westernswing.

Und Leifeld zog sein Banjo heraus – „Günter hat gelötet“, nämlich die Büchse des historischen Instruments – und so drangen Klänge wie in den 1920 Jahren in den Hof hinüber zum Torhaus von anno 1545. Das Konzert in Wolbeck fand statt in Zusammenarbeit mit Benedikt Graf von Merveldt, dem Verein KulturVorOrt Wolbeck sowie dem Gartenbauverein, dem Heimatverein und dem Bürgerforum Wolbeck. Ehrenamtliche stemmten viel von der Logistik, so etwa bei der Versorgung mit Getränken.

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