Die beiden neuen Vorsitzenden der SPD Wolbeck
Das will die Doppelspitze

Münster-Wolbeck -

Die SPD will im Bund künftig auf zwei Personen an der Spitze setzen. In Wolbeck ist man bereits soweit: Mitte Juni wurden Tamara Bormann und Rainer Wagner als erste Doppelsitze eines Ortsvereins der SPD im Münsterland gewählt.

Donnerstag, 12.09.2019, 18:00 Uhr
Tamara Bormann und Rainer Wagner stellen die neue Führungsspitze der Wolbecker SPD. Die 41-jährige Tagesmutter will im kommenden Jahr erneut für die Bezirksvertretung Südost kandidieren. Rainer Wagner ist pensionierter Deutschlehrer, 70 Jahre alt und war acht Jahre lang Ratsherr in Münster. Einige ihrer Themenschwerpunkte sind die WLE, die Eschanbindung und der Ausbau des Schulzentrums.
Tamara Bormann und Rainer Wagner stellen die neue Führungsspitze der Wolbecker SPD. Die 41-jährige Tagesmutter will im kommenden Jahr erneut für die Bezirksvertretung Südost kandidieren. Rainer Wagner ist pensionierter Deutschlehrer, 70 Jahre alt und war acht Jahre lang Ratsherr in Münster. Einige ihrer Themenschwerpunkte sind die WLE, die Eschanbindung und der Ausbau des Schulzentrums. Foto: mlü / Jürgen Brockamp

Was hat sich das Duo vorgenommen?

► Tempo 30 im Neubaugebiet: „In Wolbeck-Nord wird viel zu schnell gefahren“, sagt Wagner . Von vielen Anwohnern wisse er, dass sie Bobbycars oder Kinderwagen an den Straßenrand stellen würden, um die Autofahrer daran zu erinnern, dass in der Nachbarschaft kleine Kinder unterwegs sind. „Ich kenne dort wirklich keinen, der keine Kinder hat“, pflichtet Tamara Bormann ihm bei. Beide schlagen eine Tempo-30-Zone für den Bereich hinter dem Grenkuhlenweg vor. Kurzfristig wünschen sie sich mehr Kontrollen durch die Polizei und ein Dialogdisplay, der bei den Autofahrern eine angepasste Geschwindigkeit anmahnt.

► Das Oberverwaltungsgericht Münster hat in seinem Urteil vom Februar 2017 den geplanten Ausbau der Eschstraße gestoppt. Die Stadt will einen neuen, rechtssicheren Anlauf starten – das unterstützt auch der neue Vorstand der SPD . „Die Ortsumgehung in Wolbeck wird ja genutzt, aber ohne Querverbindung über die Eschstraße fehlt eine wichtige Verbindung, um den innerörtlichen Verkehr weiter zu entlasten“, sagt der langjährige SPD-Ratsherr Kurt Pölling aus dem Ortsvorstand. Viele Projekte aus der Ortskernumgestaltung könnten zudem nicht umgesetzt werden. „Zum Beispiel die Verkehrsberuhigung der nördlichen Münsterstraße“, so Pölling.

► Auch die neue Führungsspitze unterstützt die Pläne zur Wiederbelebung des Personenverkehrs auf der WLE-Bahnstrecke zwischen Münster und Sendenhorst. Besonderen Wert legen Tamara Bormann und Rainer Wagner auf moderne Technik für die Triebwagen: „Diesel wäre nicht mehr angebracht.“ Die Buslinie 8 soll trotz Bahnalternative erhalten bleiben. „Es kann aber nicht sein, dass die Buslinie dann eine neue Strecke bekommt und zukünftig zweieinhalb Stunden in die Innenstadt braucht“, so Pölling. Diese Details wolle man im Blick behalten – denkbar seien auch Zubringerbusse zu den Bahnhaltepunkten.

► Das Schulzentrum Wolbeck platzt räumlich aus allen Nähten. Seit vergangenem Dezember ist allerdings klar, dass eine Erweiterung vorerst in den Sternen steht. Zuerst sollen die Auswirkungen auf die Aufnahmekapazitäten der städtischen Gymnasien insgesamt geprüft werden. Deswegen kommen bald erneut Containerklassen zum Einsatz. Unbefriedigend findet das die SPD in Wolbeck: Fehlen würden Räume für die berufsbegleitende Beratung, für die Arbeit der Schulsozialarbeiter und die individuelle Förderung. „Ganz zu schweigen davon, dass mit der neuen Grundschule in Wolbeck-Nord bald mehr Kinder auf das Schulzentrum kommen“, so Bormann.

Zum Thema

Der SPD-Ortsverein Wolbeck lädt am 23. September (Montag) zu einem Diskussionsabend ab 20 Uhr in das Achatiushaus ein. Thema ist: „Wie geht Schule heute?“

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