Schulentwicklung: Politiker warten auf die neue Bevölkerungsprognose
Bald sind es 10 000 Wolbecker

Münster-Wolbeck -

Wann knackt Wolbeck die 10 000-Einwohner-Marke? An so ziemlich jeder Ecke im Ort wird kräftig gebaut, deswegen ist diese Frage mittlerweile häufiger zu hören. Auch die Politik lechzt nach aktuellen Zahlen.

Freitag, 27.09.2019, 10:00 Uhr
Ende 2018 zählte das Stadtplanungsamt bereits 9582 Wolbecker. Hat der Stadtteil die 10 000-Einwohner-Marke jetzt geknackt?
Ende 2018 zählte das Stadtplanungsamt bereits 9582 Wolbecker. Hat der Stadtteil die 10 000-Einwohner-Marke jetzt geknackt? Foto: chr

Ende 2018 zählte das Stadtplanungsamt noch 9582 Wolbecker. Das entspricht 4628 Einwohnern pro Hektar. Die Bevölkerungsdichte ist rund um das Schulzentrum Wolbeck und im Umfeld der Eschstraße am Höchsten. Das Verhältnis von Männern zu Frauen ist insgesamt ausgewogen, fast jeder dritte Wolbecker ist zwischen 40 und 60 Jahre alt. Seit 1998 hat sich der Anteil der Bürger über 80 Jahren nahezu verdreifacht. Doch seit ungefähr zehn Jahren steigt auch die Zahl der Kinder und Jugendlichen langsam wieder an. Ende 2018 waren es in Wolbeck knapp 2000 Kinder und Jugendliche zwischen Null und 19 Jahren.

Diese Zahlen sind nun ein gutes Jahr alt, viel hat sich getan. Alleine im Baugebiet Wolbeck-Nord sind 25 neue Grundstücke für Einfamilienhäuser und Doppelhaushälften auf den Markt gekommen. Nicht zu unterschätzen ist die Nachverdichtung an weniger prominenten Stellen im Ort. Die letzte Bevölkerungsprognosen sieht 10 654 Einwohner für das Jahr 2025 voraus. Diese Rechnung ist allerdings fast vier Jahre alt und erscheint aus heutiger Sicht deutlich zu konservativ geschätzt.

Aktuelle Zahlen stellt eine die neue kleinräumige Bevölkerungsprognose in Aussicht. Sie wird für den Frühjahr des kommenden Jahres 2020 erwartet. Sie ist Vorbedingung für wichtige Weichenstellungen. Ratsherr Horst-Karl Beitelhoff ( CDU ) stellte am Dienstag in der Sitzung der Bezirksvertretung Südost klar, dass dies auch beim Schulzentrum Wolbeck so sei. „Der Tenor im Schulamt ist: Wir benötigen die kleinräumige Bevölkerungsprognose. Bis dahin müssen wir uns wohl noch gedulden.“

Nach Jahren großer Raumnot am Schulzentrum Wolbeck – es fehlen vor allem Räume für die Schulsozialarbeit und Berufsberatung – fällt das der Mehrheit in der Bezirksvertretung nicht mehr leicht: „Es wird in der Stadt Münster mittlerweile mehr über irgendwelche Ampeln an der Promenade gesprochen als über die Schulnot in den Stadtteilen“, machte sich Franz-Josef Ruwe (CDU) seinem Ärger Luft.

Bezirksbürgermeister Rolf Schönlau (SPD) legte nach: „Mein Eindruck ist, dass die Entscheidung immer wieder unnötig aufgeschoben wird.“ Es sei doch absehbar, dass sowohl eine Erweiterung des Schulzentrums Wolbeck als auch eine neue weiterführende Schule in Gremmendorf notwendig werde.

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