15 Ausbildungsbetriebe aus Wolbeck stellen sich in der Realschule vor
Berufsfindungsmesse: Handwerk zum Anfassen

Münster-Wolbeck -

Rund 300 Schülerinnen und Schüler machten sich an der Realschule Wolbeck schlau, was der Ort in Sachen Ausbildung zu bieten hat. 15 Betriebe stellten sich vor.

Freitag, 27.09.2019, 18:00 Uhr aktualisiert: 27.09.2019, 23:45 Uhr
So schneidet man Kupferrohre – der neue Azubi der Firma Brinkmann weiß schon, wie es richtig geht, und macht es vor. Bei der Berufsfindungsmesse an der Realschule Wolbeck präsentierten sich erstmals ausschließlich nur Wolbecker Ausbildungsbetriebe.
So schneidet man Kupferrohre – der neue Azubi der Firma Brinkmann weiß schon, wie es richtig geht, und macht es vor. Bei der Berufsfindungsmesse an der Realschule Wolbeck präsentierten sich erstmals ausschließlich nur Wolbecker Ausbildungsbetriebe. Foto: mlü

Nähe macht den Unterschied: Weil am Infostand einer Firma für Sanitär- und Heizungstechnik eine Frau in einem Baustellenberuf als Ansprechpartnerin zur Verfügung steht, interessieren sich plötzlich auch Mädchen für die Ausbildung zum Anlagenmechaniker. Und beim Gemüsebauer Runtenberg stehen Jugendliche, die von sich selber sagen, sie würden „Tomaten eigentlich nur auf Burgern essen“.

Bei der Berufsfindungsmesse an der Realschule Wolbeck präsentierten sich am Freitag erstmals und ausschließlich Wolbecker Ausbildungsbetriebe – im Gegensatz zur „großen Berufsmesse“, die alle zwei Jahre auch regionale und überregionale Firmen an das Schulzentrum holt. Die Idee dazu hatte der Gewerbeverein Wolbeck. Die Realschule nahm das Angebot gerne an: „Wir verstehen uns als Schule im Stadtteil, das passt gut zusammen. Die stellvertretende Vorsitzende Heike Schapmann hat viel Herzblut in die Veranstaltung gesteckt“, freute sich Schulleiterin Christa-Maria Stuckenberg-Sitterberg. „Manche Firmen sind sogar mit Chef, Meister und Azubi angereist. Beeindruckend, das ist ja alles Arbeitszeit!“ Zumal in Wolbeck viele Handwerker „Einzelkämpfer“ sind, sich ihre Zeit also gut einteilen müssen.

Heike Schapmann vom Gewerbeverein stellte den Schülern das Wolbecker Telefonbuch vor.

Heike Schapmann vom Gewerbeverein stellte den Schülern das Wolbecker Telefonbuch vor. Foto: mlü

Die Schule sieht die Messe als einen von vielen Bausteinen zur Berufsorientierung. „Das ist keine isolierte Veranstaltung, die Betriebe bieten alle auch Praktika an“, betont Guido Wiggerink, der Studien- und Berufsorientierungslehrer an der Realschule Wolbeck. Er habe unter den ausstellenden Auszubildenden, Gesellen und Meistern vier ehemalige Realschüler entdeckt – für ihn ein Zeichen, dass die Vermittlung funktioniert. „Und mein Vorgänger hätte sicherlich noch mehr erkannt!“

Georg Brinkmann zeigt mit gleich zwei Angestellten im Foyer Präsenz. Warum? „Wir haben in diesem Jahr alle Stellen besetzen können“, so der Inhaber des Heizungs- und Sanitärtechnikers. „Doch im Grunde sind es nie genug Azubis: Gerade im Anlagenbau ist der Bedarf riesig. Wir sind ja schließlich diejenigen, welche die Energiewende in den Haushalten umsetzen müssen.“ Klempnermeister Geralt Plenter sieht das im Grunde ganz ähnlich. In den technischen Berufen gäbe es noch genügend Bewerber. Schwierig wäre es bei den „Baustellenberufen“, wie er sagt – zum Beispiel beim Dachdecker. „Dabei werden bei uns nicht ständig Dachziegel geschleppt, schließlich machen wir viel mit Metall und arbeiten mit modernen CNC-Fräsen.“

Rund 300 Schülerinnen und Schüler machten sich schlau, was Wolbeck in Sachen Ausbildung zu bieten hat. In zwei Jahren soll die Handwerkermesse wenn möglich erneut stattfinden.

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