Bürgerpark südlich der Straße Am Borgarten
So geht es weiter am Piepenbach

Münster-Wolbeck -

Der Piepenbach fristet im Vergleich zur Angel ein eher unbedeutendes Dasein. Am Borggarten steht dem Piepenbach jedoch eine besondere Zukunft bevor. Er soll Teil eines Bürgerparks werden.

Mittwoch, 09.10.2019, 11:00 Uhr aktualisiert: 09.10.2019, 17:50 Uhr
Nördlich zur ehemaligen bischöflichen Landesburg entsteht ein Naherholungsgebiet – 2020 geht es zunächst mit Brückenarbeiten los. Anschließend soll der Piepenbach ökologisch verbessert werden.
Nördlich zur ehemaligen bischöflichen Landesburg entsteht ein Naherholungsgebiet – 2020 geht es zunächst mit Brückenarbeiten los. Anschließend soll der Piepenbach ökologisch verbessert werden. Foto: mlü

Bei dem Zukunftsspaziergang, der auf Initiative einiger Wolbecker Vereine und Institutionen am vergangenen Sonntag stattgefunden hat, war dieser Bürgerpark am Piepenbach bereits ein großes Thema. Ein neues Wegenetz und ein vielfältiges Naherholungsgebiet soll entstehen, das auch von den Bewohnern des Achatiushauses und vom Kindergarten St. Nikolaus genutzt werden würde.

Eine neue Brücke ist, wie berichtet, bereits in Planung und die Bauarbeiten werden demnächst ausgeschrieben. Anders als alle anderen neuen Brücken in Wolbeck soll sie nicht in einem leuchtendem „Verkehrsblau“ gestrichen werden – denn daran hatte es in der Vergangenheit Kritik aus dem Ort gegeben. Die neue Balkenbrücke in der Nähe der ehemaligen bischöflichen Landesburg, einer so genannten Motte, wird dunkelgrau sein. Wichtig ist, dass die Brücke trotzdem gut zu erkennen ist: „Das Ziel ist, dass zumindest die Handläufe sich optisch abgrenzen, in diesem Fall planen wir deswegen mit Edelstahlhandläufen“, heißt es aus dem Tiefbauamt der Stadt Münster auf Anfrage.

Für Verwirrung sorgt allenthalben, dass bereits Pläne für die Brücke vorliegen – für das neue Flussbett des Piepenbachs jedoch nicht. Der Hintergrund: Die Europäische Union hatte 2001 Richtlinien erlassen, mit der eine ökologische Verbesserung der europäischen Gewässer erreicht werden soll. Die Richtlinie muss bis 2027 umgesetzt werden. Der Piepenbach soll renaturiert werden – vergleichbar zur Emmerbachaue in Amelsbüren oder der Westerholtschen Wiese in Münster.

Das Tiefbauamt stellt klar: Die Renaturierung kommt – aber erst nachdem die Brücke 2020 fertig ist. Die schweren Bauarbeiten an der Brücke sollen vorher abgeschlossen sein, um später die neuen Wege nicht direkt wieder zu zerstören. Zu viel Zeit soll zwischen den Baumaßnahmen nicht liegen: Es soll also nicht so kommen wie man das vielleicht von großen Straßenbauarbeiten kennen, wo manchmal Brücken jahrelang einsam in der Landschaft stehen. Im Umfeld der neuen Brücke wird der Piepenbach im alten Bett bleiben. Von den benachbarten Grünflächen soll jedoch ein Zugang gewährleistet sein. Die Details sollen erstmals in der Bezirksvertretung vorgestellt werden.

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