Vereine und die Stadt Münster feiern das Ende der Großbaustelle
Kreisverkehrkuchen vom Feinsten

Münster-Wolbeck -

Das war schon heftig: Über zwei Jahre lang gab es im Herzen von Wolbeck viel Lärm, Staub sowie unzählige Sperrungen und Umleitungen. Doch diese Zeiten sind seit dem Sommer vorbei. Das wurde jetzt gefeiert.

Mittwoch, 09.10.2019, 18:31 Uhr aktualisiert: 09.10.2019, 18:40 Uhr
Der neue Kreisverkehr und Marktplatz aus Marzipan: Bezirksbürgermeister Rolf Schönlau durfte den farbenfrohen Kuchen des Gewerbevereins und der Stadt Münster anschneiden. Um das Ende der Großbaustelle an der Hiltruper Straße und die neue Aufenthaltsqualität zu feiern, gab es Musik und es wurde mit Sekt angestoßen.
Der neue Kreisverkehr und Marktplatz aus Marzipan: Bezirksbürgermeister Rolf Schönlau durfte den farbenfrohen Kuchen des Gewerbevereins und der Stadt Münster anschneiden. Um das Ende der Großbaustelle an der Hiltruper Straße und die neue Aufenthaltsqualität zu feiern, gab es Musik und es wurde mit Sekt angestoßen. Foto: mlü

Der Gewerbeverein Wolbeck, die ZiBoMo , der Heimatverein und das Bürgerforum hatten die Feier gemeinsam mit der Stadt Münster auf die Beine gestellt. Ein derartiges bürgerschaftliches Engagement erlebe man nicht überall, zeigte sich die Stadtverwaltung beeindruckt. Sie wollte mit dem Fest auch Danke sagen für den Langmut der Wolbecker. Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Wolbeck sorgten für eine musikalische Untermalung. Die Marktbeschickern hatten Leckereien vorbereitet. Der Sekt war kalt gestellt.

Einzig das Wetter spielte überhaupt nicht mit: Fast pünktlich zur Eröffnungsansprache des Bezirksbürgermeisters Rolf Schönlau brachen alle Himmelsdämme. Sogar unter den Pavillons und Regenschirmen wurden die Gäste klatschnass. Doch kaum war der Spuk vorbei, hellte sich auch die Stimmung deutlich auf. Einen großen Beitrag dazu leistete der womöglich farbenprächtigste „Kreisverkehrskuchen“ aller Zeiten.

Mit Marzipan hatte eine Wolbecker Konditorei alle Vorzüge der neuen Infrastruktur nachgebildet: Der Marktplatz sieht jetzt mehr nach einem Ortszentrum und weniger wie ein Parkplatz aus. Der Kreisverkehr soll den Knotenpunkt an der Hiltruper Straße vor allem für Schülerinnen und Schüler sicherer machen. Mehr als zwei Kilometer neue Stromkabel wurden verlegt, über 2000 Quadratmeter neu gepflastert. Etwa 1,3 Millionen Euro hat die Umgestaltung gekostet.

„Das ist ein erster Schritt zur Ortskernneugestaltung“, so Schönlau. „Jetzt wollen wir hoffen, dass auch der Rest bald folgt.“ Die Stadt Münster macht viele Maßnahmen allerdings vom Ausbau der Eschstraße abhängig. Ein entsprechender Bebauungsplan soll im November den Bürgern vorgestellt werden.

Bernhard Karrengarn vom Heimatverein Wolbeck wusste aus der wechselvollen Geschichte des heutigen Marktplatz zu berichten. So stand dort im Mittelalter außerhalb der Befestigungsanlage der Schandpfahl. Makaber ging es auch im 17. Jahrhundert zu – um ihr Karnevalsoberhaupt „Hans Wurst“ zu ermitteln, mussten die Narren einem Hahn den Kopf abschlagen. „Beim Hippenmajor machen wir das zum Glück anders“, stellte Torsten Laumann von der ZiBoMo klar und erinnerte an die großen Feierlichkeiten, als 1959 das Ziegenbocksdenkmal auf dem Marktplatz enthüllt wurde.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6990232?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F144%2F
WWU Baskets triumphieren mit 93:87 in Düsseldorf - Jojo Cooper mit 26 Punkten
Basketball: Pro B: WWU Baskets triumphieren mit 93:87 in Düsseldorf - Jojo Cooper mit 26 Punkten
Nachrichten-Ticker