Am Hoffmannsweg im Lancier-Baugebiet sind ersten Mieter eingezogen
Aus Südfrankreich nach Wolbeck

Münster-Wolbeck -

Am Hoffmannsweg im Lancier-Baugebiet sind ersten Mieter eingezogen: Gabriele und Heijo Hewel kehren nach 16 Jahren aus Südfrankreich zurück nach Münster und haben sich bewusst für den Umzug in ein besonderes Wohnprojekt entschieden.

Mittwoch, 30.10.2019, 18:27 Uhr aktualisiert: 30.10.2019, 18:30 Uhr
Gabriele und Heijo Hewel bringen ihr Namensschild am neuem Briefkasten an: Sie sind die ersten Bewohner des neuen Hoffmannsweges im Baugebiet Petersheide/Am Steintor.
Gabriele und Heijo Hewel bringen ihr Namensschild am neuem Briefkasten an: Sie sind die ersten Bewohner des neuen Hoffmannsweges im Baugebiet Petersheide/Am Steintor. Foto: mlü

Derzeit geht es richtig rund auf dem ehemaligen Lanciergelände in Wolbeck. Baufirmen und Handwerker geben sich im Baugebiet Petersheide/Am Steintor die Klinke in die Hand. Mittlerweile ist der erste Neubau fertig und am neuen Hoffmannsweg sind gestern die ersten Mieter eingezogen. Sie kommen aus Südfrankreich.

Und das erkennt man auf dem ersten Blick: „Wir haben uns noch nicht an die kühlen Temperaturen gewöhnt“, sagt Gabriele Hewel und schaut an sich herunter. „Wir tragen noch gar keine Strümpfe!“ Sie und ihr Mann Heijo Hewel haben als Studenten in Gremmendorf und später am Kappenberger Damm, in Roxel sowie zuletzt lange in Gievenbeck gewohnt. „Jetzt machen wir die Runde voll und sind wieder im Südosten gelandet“, schmunzelt Heijo Hewel. Die letzten 16 Jahre jedoch haben sie in dem kleinen französischen Dorf Vallabrègues nahe Avignon gelebt – und sich damit einen lang gehegten Traum erfüllt.

Auf dem Land haben sie gewohnt, zwischen Plantagen und in ihren weitläufigen Gärten standen 13 Olivenbäume. „250 Kilogramm Oliven haben wir in diesem Jahr zur Olivenmühle gebracht“, sagt Gabriele Hewel. Das gewonnene Olivenöl wird hoffentlich für ein paar Jahre halten – und sie noch lange an ihre gemeinsame Zeit in Frankreich erinnern.

„Wir verlassen Südfrankreich mit einem weinenden Auge – aber auch mit einem breiten Lächeln“, betont Heijo Hewel. Das Ehepaar freut sich auf einen neuen Lebensabschnitt. Beide sind um die 70 Jahre alt und sie wollten noch einmal selbstständig umziehen, „bevor wir umgezogen werden“, so Gabriele Hewel.

Nach Wolbeck hat es sie dann beinahe zufällig verschlagen – eigentlich hatten die beiden auf ein genossenschaftliches Wohnprojekt in Gievenbeck spekuliert. Doch dann stießen sie auf ein ähnliches Projekt in Wolbeck. Die Mieter sind altersgemischt – was sie vereint, ist der Wunsch, der zunehmenden Anonymität des Wohnens entgegenzuwirken und in einer guten Nachbarschaft zu leben. „Am kommenden Samstag gründen wir den dazugehörigen Verein“, so das Ehepaar. Geplant ist, dass immer eine Wohnung in den beiden benachbarten Mehrfamilienhäusern frei bleibt – als Gästezimmer und Gemeinschaftsraum. „Zum Beispiel für Hausaufgabenbetreuung oder Tai-Chi“, sagt Gabriele Hewel. Wenn alles gut klappt, könnte sich das gemeinschaftliche Wohnprojekt „An den Eichen“ zu einem Treffpunkt für das ganze Baugebiet entwickeln.

Worauf freuen sich die beiden Münster-Rückkehrer am meisten? Fahrradfahren! „In Frankreich ist Fahrradfahren zwar ein beliebter Sport – aber eben nur ein Sport“, so Heijo Hewel. In der Freizeit fahre dort niemand mit dem Fahrrad. In Wolbeck können sie jetzt wieder fröhlich in die Pedale treten.

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