„Die scharfe Neun“ feierte in der Gaststätte Sültemeyer ein seltenes Jubiläum
60 Jahre kegeln, reisen, Freundschaft pflegen

Münster-Wolbeck -

Mal waren sie tatsächlich neun im Kegelclub „Die scharfe Neun“, mal zwölf, mal zehn, und heute weniger – auf jeden Fall haben sie über 60 Jahre zusammengehalten. Am Samstag feierte „Die scharfe Neun“ ihren 60. Geburtstag im Restaurant Sültemeyer, in dem sie fast von Beginn an gekegelt haben. Ein gutes Dutzend war gekommen, Männer und Frauen, auch Witwen früherer Mitglieder.

Dienstag, 05.11.2019, 00:00 Uhr aktualisiert: 06.11.2019, 18:02 Uhr
Auch über das Kegeln hinaus pflegt man bei „Die scharfe Neun“ die Gemeinsamkeit.
Auch über das Kegeln hinaus pflegt man bei „Die scharfe Neun“ die Gemeinsamkeit. Foto: anh

Begonnen hatte es am 4. November 1959 mit neun Wolbecker Keglern im Alter von 19 bis 21 Jahren. Die meisten kamen „aus der Heide“, zwei „aus dem Dorf“ – die Trennung von Dorf und Heide soll damals noch eine gehörige Rolle gespielt haben, sagte Martin Sültemeyer in einer kleinen Ansprache für die Kegler.

Man kannte sich trotzdem, sei es über Fußball oder die Arbeit im Betonwerk. Gekegelt wurde zuerst in einiger Entfernung, nämlich bei Strohbücker, Richtung Sendenhorst – in Wolbeck war keine Kegelbahn frei.

Bei Sültemeyer gab es noch keine, erinnert sich Martin Sültemeyer, die gab es erst zu seinem 20. Geburtstag im Jahre 1963. Daraufhin bemühte sich der Kegelclub um einen Termin am Freitag, den er schließlich auch bekam. Und er blieb. Um das Jahr 2013 stellten die Kegler das Kegeln ein und pflegen seither einen Stammtisch.

Dazwischen lagen viele Erfolge. Sie hießen „scharfe Neun“, „weil wir alle so gut kegeln konnten“, sagt das Gründungsmitglied Kurt Fragel . „Keiner ist im Dorf so oft Meister geworden wie wir“, erinnert sich Erwin Rothenberger, ein weiteres Gründungsmitglied.

Die anderen waren Willi Fragel, Adolf Gerdes – der erste Kegelvater – und Dieter Gerdes, Wolfgang „Locke“ und Karl-Heinz Drosselmeier, Günther „Zirkus“ Roer und Bernhard Böckmann. Andere kamen später hinzu, so Heribert Meyknecht, Ludwig Bördemann, Klaus Gardini, Wolfgang Tholen und der heutige „Kegelvater“ Horst Drosselmeier. Der kommt alle vierzehn Tage zum Stammtisch aus Unna angefahren.

„Der Zusammenhalt, die Freundschaft“: Das betont Horst Drosselmeier, und auch Meyknecht schwärmt davon. Man machte mehrtägige Reisen, ins Sauerland, nach Borkum und Norderney, einmal nach Mallorca. „Ab und zu“, erinnert sich Rothenberger, „mussten wir einen suchen“. Einer blieb zwei Tage lang verschollen.

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