Offizielle Eröffnung des Schulneubaus in Wolbeck-Nord
Die neue Grundschule als Traumfabrik

Münster-Wolbeck -

Die neue Grundschule in Wolbeck-Nord wurde am Mittwoch offiziell von allen Beteiligten eröffnet. Der Schulbetrieb läuft seit Ende August. Alle Redner hatten nur lobende Worte für die moderne und dennoch warme Architektur.

Mittwoch, 06.11.2019, 18:02 Uhr
Die neue Grundschule in Wolbeck-Nord wurde zur offiziellen Eröffnung „eingetrommelt“ – obwohl die Schule gerade einmal neun Wochen am Start sind, hatten alle drei Lerngruppen etwas für den Festakt vorbereitet.
Die neue Grundschule in Wolbeck-Nord wurde zur offiziellen Eröffnung „eingetrommelt“ – obwohl die Schule gerade einmal neun Wochen am Start sind, hatten alle drei Lerngruppen etwas für den Festakt vorbereitet. Foto: mlü

Das Gebäude sei zeitgemäß, aber zeitlos. Das überall verbaute Eichenholz stehe im übertragenden Sinne für Wärme und Empathie. Oberbürgermeister Markus Lewe sprach von der „modernsten Grundschule in Deutschland“ und einer Art „Bauhaus 2.0“. Alle anderen Gäste waren aus guten Gründen verliebt in das Herzstück der Schule: Eine große, kindgerechte Spieltreppe als Versammlungsort und Forum.

Nur die Kinder vermissen offenbar etwas. Der neue Schulpflegschaftsvorsitzende Jens Terbrack zeigte Bilder, die von den ersten 54 Erstklässlern an der neuen Schule am Grenkuhlenweg gemalt wurden. Es gab eine große Gemeinsamkeit: „Offenbar fehlt den Kindern noch eine Wasserrutsche.“

Die Grundschule als Traumfabrik – und nicht nur als Zweckbau. Das war auch sonst der allgemeine Tenor bei der Eröffnungsveranstaltung. Schulleiterin Christiane Kröger dankte allen Verantwortlichen, die den Neubau und den Gründungsprozess der Schule begleitet und unterstützt haben. Sie erinnerte sich noch gut an das erste Baustellentreffen in einem kalten Bauwagen ohne funktionierenden Heisslüfter. Doch bereits jetzt, nach neun Wochen Schulbetrieb, hätten sich alle gut eingelebt. „Kein Problem, bei so einem schönen Gebäude!“

Architekt Frank Lohse (v.r.) überreichte symbolisch den Schlüssel für den Neubau an Stadtrat Matthias Peck, Schulleiterin Christiane Kröger und Oberbürgermeister Markus Lewe.

Architekt Frank Lohse (v.r.) überreichte symbolisch den Schlüssel für den Neubau an Stadtrat Matthias Peck, Schulleiterin Christiane Kröger und Oberbürgermeister Markus Lewe. Foto: mlü

Jetzt, wo alles gelungen ist, konnte Schulamtsdirektorin Alice Lennartz es ja sagen: „Als ich am Tag vor dem Schulstart mit etwas Obst für das Lehrerteam die Schule besucht habe, war es beinahe unvorstellbar, dass morgen die Kinder kommen würden – und doch hat es geklappt.“ Sie müsse sich darüber hinaus selber loben, „dass ich die Idee hatte, Frau Kröger für diesen Neuanfang zu locken.“ Sie strich noch einmal die Bedeutung der Architektur heraus: „Raum wirkt auf Menschen. Im Guten wie im Schlechten.“ Letztlich sei der Schulbau selbst einer der Pädagogen. Sie bedankte sich im Namen des Landes NRW bei der Stadt Münster, dass sie viel Geld in die Bildung investiert habe.

Wolbecks zweite Grundschule ist mit zwei Eingangsklassen gestartet. Aus den beiden Klassen wurden vorerst drei so genannte „Lerngruppen“ gebildet. Diese Aufteilung ist allerdings so nur in der Startphase möglich. Sobald es in Wolbeck-Nord auch Zweit-, Dritt- und Viertklässler gibt, reichen die Klassenräume für diese Aufteilung nicht mehr aus.

Was der Schule noch fehlt, ist die IT. Das wurde am Rande der Eröffnung deutlich: Für eine Präsentation hatte sich Christiane Kröger ein Tablet von der Ludgerusschule in Hiltrup geliehen. Der Glasfaseranschluss hat bislang gerade einmal die Von-Holte-Straße erreicht.

Die neue Schule in Zahlen

Im Sommer 2015 wurde die Errichtung einer zweiten Grundschule im wachsenden Stadtteil Wolbeck beschlossen. Nach einem Architektenwettbewerb im Jahr 2016 wurde der erste Spatenstich im März 2018 gefeiert. Nach rund 18 Monaten Bauzeit wurde die Schule zum Schulanfang im vergangenen August fertiggestellt. Die Stadt Münster hat rund zehn Millionen Euro für den Neubau in die Hand genommen. Rund 7,3 Millionen Euro entfallen auf die Bauwerkkosten. Das Grundschulgebäude ist 3061 Quadratmeter groß, die Sporthalle 846 Quadratmeter. Das entspricht Kosten von rund 1885 Euro pro Quadratmeter. Der Entwurf ist so angelegt, dass er notfalls mit einem zusätzlichen Stockwerk auf drei Klassenzüge erweitert werden kann.

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