Neuansiedlung des Instituts für Sportstättenprüfung in Wolbeck
Laufbahnen so fit wie die Athleten

Münster-Wolbeck -

Im kommenden Jahr verlegt das Institut seinen Hauptsitz in das Gewerbegebiet an der nördlichen Münsterstraße.

Freitag, 08.11.2019, 09:00 Uhr
Mit ungewöhnlichen Mess- und Testgeräten überprüfte das Institut für Sportstättenprüfung zum Beispiel im Olympiastadion Berlin, ob die Laufbahnen fachgerecht gebaut wurden. Das Institut verlegt im kommenden Jahr seinen Sitz von Bad Laer nach Wolbeck.
Mit ungewöhnlichen Mess- und Testgeräten überprüfte das Institut für Sportstättenprüfung zum Beispiel im Olympiastadion Berlin, ob die Laufbahnen fachgerecht gebaut wurden. Das Institut verlegt im kommenden Jahr seinen Sitz von Bad Laer nach Wolbeck. Foto: ISP GmbH

Bevor im Jahr 2018 die Leichtathletik-Europameisterschaften im Olympiastadion Berlin steigen konnten, mussten die Veranstalter noch eine ganz wichtige Sache prüfen lassen: Sind die blauen Laufbahnen wirklich genauso fit und gut gebaut, wie die Athleten, die auf ihnen laufen?

Um das zu klären, holten sich die Veranstalter Hilfe vom Institut für Sportstättenprüfung (ISP) aus Bad Laer, das mit ungewöhnlichen Messgeräten anrückte. Im kommenden Jahr verlegt das Institut seinen Hauptsitz in das Gewerbegebiet an der Wolbecker Windmühle.

„Die meisten unserer sechs Mitarbeiter wohnen sowieso in Münster. Deswegen lag diese Entscheidung nahe“, erklärt Dominik Fischer , der stellvertretende Institutsleiter. Wenn nicht gerade ein Olympia-Stadion abgenommen werden muss, prüfen die Messexperten und der Institutsleiter Dennis Frank ganz normale Sportplätze in ganz Deutschland. Ein Auftrag führte sie sogar schon nach Wolbeck: Die Abnahme der neuen Turnhalle der Grundschule Wolbeck-Nord.

Nach der Gründung im Jahr 1999 lag der Schwerpunkt der Firma vor allem in der Prüfung von Sportböden in Sporthallen. „Unser Kerngeschäft sind ganz normale Turnhallen“, so Fischer. Wichtige Kunden sind der Basketball-Weltverband FIBA und der Deutsche Leichtathletik-Verband, aber auch ganz normale Kommunen wie Münster, Hennef, Aachen, Gronau oder Zossen. Die Abnahme von Sportstätten ist ein Nischengeschäft: In der Branche gibt es nur wenige zertifizierte Unternehmen.

Die Mess- und Testgeräte muten exotisch an. Basketbälle werden von Maschinen auf Turnhallenböden fallen gelassen. Druckluftkanonen feuern Handbälle mit Karacho auf die Testobjekte. Spezielle Wandprüfgerät testen, wie stark sich ein Prallschutz durch einen Volltreffer verformt. Es gibt sogar einen „künstlichen Sportler“, der zum Einsatz kommt.

Im Mittelpunkt steht dabei immer der so genannte Kraftabbau. Das ist der Fachausdruck für die Stoßdämpfung, die ein Untergrund oder eine Prallschutzwand bietet. „Eine Matratze federt ungefähr 90 bis 99 Prozent der Bewegungsenergie ab, wenn ich mich auf sie fallen lasse. Bei einem Sportboden sollten es immerhin noch 50 bis 70 Prozent sein“, so Fischer. Ein guter Sportboden schont die Gelenke und schützt vor Unfällen.

Mittlerweile werden in den Laborräumen aber auch Materialprüfungen an Kunststoffbelägen, Kunstrasensystemen und Prallwänden vorgenommen. Dafür werden Musterstücke eingereicht und auf die relevanten Normen und Richtlinien geprüft. Schwerpunkt ist dabei die Umweltverträglichkeit.

Kommende Woche will das Unternehmen den ersten Spatenstich für den neuen Firmenhauptsitz in Wolbeck setzen. „Die Bagger warten im Grunde nur noch auf die schriftliche Baugenehmigung“, so Fischer. Bis August des kommenden Jahres soll ein Büro- und Laborgebäude mit insgesamt rund 325 Quadratmetern entstehen.

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