Inklusiv betriebenes Ladengeschäft belebt historisches Thier-Hülsmann-Gebäude
„Onkel Alex“ öffnet seine Pforten

Münster-Wolbeck -

Vor ziemlich genau einem Jahr war „Onkel Alex“ an der Münsterstraße schon einmal geöffnet, aber nur für einen Tag: Damals konnte man das von den Alexianern demnächst in inklusiver Weise betriebene Ladenlokal zur „Lichternacht“ der Wolbecker Gewerbetreibenden probeweise besuchen. Auch in diesem Jahr werden zur Lichternacht am Samstag (23. November) die Pforten aufgehen. Diesmal bleiben sie jedoch offen. „Ab Montag gelten dann unsere normalen Geschäftszeiten“, bestätigt die Projektleiterin der „Onkel-Alex-Läden“, Petra Mussenbrock.

Montag, 18.11.2019, 00:00 Uhr aktualisiert: 18.11.2019, 17:22 Uhr
Zur Lichternacht am Samstag werden die Pforten von „Onkel Alex“ geöffnet sein. Ab der kommenden Woche gelten dann von montags bis samstags die normalen Geschäftszeiten.
Zur Lichternacht am Samstag werden die Pforten von „Onkel Alex“ geöffnet sein. Ab der kommenden Woche gelten dann von montags bis samstags die normalen Geschäftszeiten. Foto: isa

Von der kommenden Woche an wird „Onkel Alex“ also in den Gemäuern des aus dem 17. Jahrhundert stammenden Thier-Hülsmann-Komplexes zu finden sein. Zwischen uralten Holzbalken werden dann Lebensmittel und kleine Geschenke angeboten. Spezialitäten wie Mandel-Salzblüten-Schokolade und Wildschwein-Pastete finden sich neben Mango-Limetten-Aufstrich und Kurkumawurzel-Gewürzmischung. „Es werden auch frische kleine Blumensträuße, verschiedene Liköre und unser selbst gebackenes Alexianer-Brot zu haben sein“, ergänzt Petra Mussenbrock . Außerdem gehören Stofftaschen und bis zu hüfthohe Sterne, Elche und andere Dekorationsgegenstände aus Holz zum Sortiment.

„Zum allergrößten Teil sind dies Alexianer-Produkte“, so Mussenbrock. Zum Onkel-Alex-Konzept gehöre, dass „alle diese Waren irgendwann durch die Hände von Menschen mit Handicap gegangen sind“: „Sie wurden in unseren Werkstätten genäht, gebacken oder geschreinert, von unseren Mitarbeitern gestaltet oder verpackt.“

Neben den vielen Eigenprodukten der Alexianer finden sich im Geschäft auch Lebensmittel und Artikel des täglichen Bedarfs von lokalen Anbietern.

Dabei will man auf keinen Fall eine Konkurrenz aufbauen. „Wir arbeiten mit regionalen Bauern, Höfen und Metzgern zusammen“, betont Petra Mussenbrock. Viele Angebote seien außerdem in Bio-Qualität zu haben.

Eine „Klönecke“, in der man nach dem Einkauf zu einer Tasse Kaffee zusammensitzen kann, betont den Charakter des Geschäfts als sozialer Treffpunkt. Zugang und Einkaufsmöglichkeiten sind barrierefrei.

Dass mit „Onkel Alex“ ein Ladenlokal ins Wolbecker Zentrum zieht, wird von vielen im Ort begrüßt. Und das Einzelhandelsgeschäft wird das Anwesen Thier-Hülsmann beleben. Das historische Gebäude, das bereits 1676 vom Oberjägermeister des Fürstbischofs, Johannes Hermannus Schaff, errichtet worden war, diente lange als Gasthaus und Hotel, bevor 2013 der Betrieb eingestellt wurde. Seitdem wird ein Großteil des historischen, denkmalgeschützten Fachwerkhauses für seniorengerechtes Wohnen genutzt. Der frühere Gastraum hat mit dem Lebensmittel-Ladenkolal nun eine neue Bestimmung gefunden und wird für die Öffentlichkeit wieder zugänglich sein.

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