Vereine schlagen Bach-Renaturierung, Sinnesgarten und Bürgerpark vor
Ein Spaziergang mit Folgen

Münster-Wolbeck -

Die Initiative ging von Mitgliedern der Arbeitsgruppe „Historisches Wolbeck“ im Bürgerforum aus: Willi Schriek, Alfons Gernholt, Dr. Manfred Wienzek und Dr. Reinhard Sappok hatten angeregt, sich an den münsterischen „Zukunftsspaziergängen“ zu beteiligen und nach neuen Gestaltungsideen für den Stadtteil zu suchen. Zwar wurde Wolbeck nicht in den Kreis der offiziellen Projektteilnehmer der Münster-Marketing-Aktion hineingewählt. Aber die engagierten Wolbecker schafften es, einen eigenen Zukunftsspaziergang auf die Beine zu stellen. Und dafür fanden sie zahlreiche Mitstreiter.

Dienstag, 19.11.2019, 00:00 Uhr aktualisiert: 19.11.2019, 17:24 Uhr
Mitglieder von Wolbecker Vereinen treffen sich am Summstein, der Mittelpunkt eines anzulegenden „Sinnesgartens“ werden könnte. Aber auch viele andere konkrete Ideen wurden bei einem gemeinsamen „Zukunftsspaziergang“ geboren.
Mitglieder von Wolbecker Vereinen treffen sich am Summstein, der Mittelpunkt eines anzulegenden „Sinnesgartens“ werden könnte. Aber auch viele andere konkrete Ideen wurden bei einem gemeinsamen „Zukunftsspaziergang“ geboren. Foto: isa

So beteiligten sich neben dem Bürgerforum schließlich der Heimatverein, der Gewerbe- und der Gartenbauverein, die Kita St. Nikolaus und das Achatius-Haus an der Aktion, die nicht ohne Folgen blieb: Eine ganze Reihe an konkreten Vorschlägen erwuchs aus dem Spaziergang, den die Vereine zusammen mit interessierten Bürgern am 28. September in Wolbeck unternommen hatten. Die wichtigsten davon stellten sie jetzt der Öffentlichkeit vor.

► Die Spaziergänger lobten die anstehende Renaturierung des Piepenbachs. Das kleine Gewässer sei Bestandteil des Grüngürtels, der sich vom Spiel- und Sportbereich an der Holtrode bis hin zum Tiergarten zieht. Dieser Bereich könne als Bürgerpark gestaltet werden.

►►Man sprach sich gegen eine dichte Uferbepflanzung und für ein regelmäßiges Zurückschneiden vorhandener Bäume aus, um den Blick auf die „Piepenbachaue“ sowie die Sichtachse auf das Wigbold zu erhalten.

►Wichtig sei auc►h, die Anbindung aus den Wohngebieten an den Grüngürtel zu verbessern und umgekehrt: „Die Besucher sollen auch den Wege von dort in die Geschäfte im Ortskern finden“, unterstrich Gewerbevereinsvorsitzender Ralph Koschek.

► Aus Sicht des Achatius-Hauses fehlt es an Bänken und Sitzgruppen in diesem gesamten Bereich.

►►Angeregt wurde ferner ein „Sinnesgarten“. Ein Bestandteil davon könnte der bereits errichtete Summstein nahe des Angelwegs sein. „Ergänzt werden sollte der Sinnesgarten um ein Xylophon-ähnliches Toninstrument, ein Balanciergerät, einen Barfußweg und ein Insektenhotel“, so Willi Schriek . Vieles davon ist auch der Wunsch der Kita St. Nikolaus.

► Der Illa-Andreae-Weg, der den Auenbereich und die Drostenhofstraße mit dem Tiergarten verbindet, sollte erhalten bleiben.

► Im Ortskern wünschen sich die Spaziergänger mehr Bereiche mit „Verweilqualität“. Konkret denkt man etwa an eine Außengastronomie und neue Bänke rund um die St.-Nikolaus-Kirche.

► Der Verkehr soll nicht komplett aus dem Ortskern verschwinden, aber verlangsamt werden. Säulen könnten schon jetzt provisorisch auf die Stellen hinweisen, an denen später stilisierte Stadttore die Fahrbahn verengen. Die Esch-Anbindung hält man für unerlässlich.

► Ähnlich wie in Hiltrup könnte ein „Info-Punkt“ Schriften und Faltblätter anbieten, etwa zu Veranstaltungen oder zu den ausgearbeiteten „Wolbeck-Spaziergängen“ des Bürgerforums, die an historischen Gebäuden entlangführen.

► Empfohlen wird auch, Spaziergänger und Radfahrer auf gastronomische Betriebe im Ort hinzuweisen.

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